07.01.2013 | Private Pflegezusatzversicherung

Nur wenige Angebote zum Pflege-Bahr

Eine geförderte Pflegezusatzversicherung zu finden, ist schwierig.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Die privaten Versicherungsunternehmen reagieren nicht auf den neuen Pflege-Bahr. Sie halten sich mit Angeboten für die neue staatlich geförderte Pflegeversicherungen noch zurück.

Bisher bieten nur wenige private Versicherer biete entsprechende Policen für eine private Pflegezusatzversicherung an, schreibt die FAZ am 7.1.2013. Laut Stiftung Warentest unterscheiden sich die beiden bisher angebotenen Policen in den Leistungen nur unwesentlich voneinander. Einige Unternehmen möchten jedoch noch Angebote auf den Markt bringen, für die die Versicherten eine staatliche Förderung erhalten können.

Rechtslage war lang unsicher

Ein Grund für die wenigen Angebote sei, dass die entsprechende Verordnung in der Endfassung erst Ende vergangenen Jahres vorlag, heißt es in dem Bericht. In der Branche gebe es auch grundsätzliche Vorbehalte gegen das Produkt. Denn die Versicherer müssen jeden Antragsteller ungeachtet seines Gesundheitszustands annehmen.

Nachfrage wird sich steigern

Das Ministerium gibt sich dennoch zuversichtlich: «Wir gehen davon aus, dass bald weitere Anbieter die geförderte Pflegevorsorge anbieten werden», sagte Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP).

Hintergrund

Mit dem Pflege-Bahr fördert der Staat seit dem 1.1.2013 private Pflege-Zusatzversicherungen mit 5 EUR monatlich. Der monatliche Mindestbeitrag für die Versicherten beträgt 10 EUR. Versichern kann sich jeder, der das 18. Lebensjahr vollendet hat und gesetzlich pflegeversichert ist.

Der Abschluss lohnt sich vor allem in jungen Jahren, so die Stiftung Warentest.

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