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Pflegeaufwand mit Stoppuhr messen

Wichtig für die Pflegestufe: der zeitliche Pflegeaufwand.
Bild: Haufe Online Redaktion

Bei einem Antrag auf Pflegeleistungen wird die Pflegestufe auch nach dem zeitlichen Aufwand für die Pflege festgelegt. Jedoch wird der Zeitaufwand von den Pflegenden oft falsch eingeschätzt. Da hilft nur: die Zeit stoppen und genau dokumentieren.

Ein besseres Gefühl für die Zeitdauer bei Pflegetätigkeiten wie waschen und Hilfe beim Treppensteigen bekommen pflegende Angehörige mit einem Selbsttest: Zuerst sollten sie aus dem Bauch heraus schätzen, wie viel Zeit einzelne Handgriffe in Anspruch nehmen. Dann sollten sie das Ganze wiederholen und dabei mit einer Stoppuhr messen, rät die Verbraucherzentrale.

Das Ergebnis ist meist verblüffend: Die geschätzte Zeit ist häufig höher, als die tatsächliche Spanne, die einzelne Abläufe brauchen.

Pflegekasse sollten beraten

Am besten machen Angehörige diesen Test, bevor ein Gutachter ins Haus kommt, um einen Erkrankten in eine Pflegestufe einzuordnen. Die Ergebnisse sollten sie aufschreiben. So wird es für den Gutachter leichter, das Zeitbudget realistisch einzuschätzen.

Angehörige sollten bei einer Beratung auf diese ausführliche Dokumentation rechtzeitig hingewiesen werden.

Schlagworte zum Thema:  Pflegeleistung, Pflegestufe, Pflegetagebuch, Gutachten

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