Bis 2014 keine Nichtzulassungsbeschwerde in WEG-Sachen
Mit der WEG-Reform, die am 1.7.2007 in Kraft getreten ist, wurden gerichtliche Streitigkeiten in Wohnungseigentumssachen vom Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit in das Verfahren nach der Zivilprozessordnung (ZPO) überführt. Im Zuge dessen wurde die Möglichkeit, gegen Entscheidungen der Berufungsgerichte Nichtzulassungsbeschwerde zum BGH zu erheben, für 5 Jahre bis zum 30.6.2012 ausgeschlossen. WEG-Streitigkeiten gelangen daher nur vor den BGH, wenn das Berufungsgericht die Revision zugelassen hat. Der zeitlich begrenzte Ausschluss der Nichtzulassungsbeschwerde sollte einer Überlastung des BGH vorbeugen.
Nun soll der Ausschluss bis zum 31.12.2014 verlängert werden. Das hat der Bundestag beschlossen. In der Gesetzesbegründung heißt es, anhand der bislang vorliegenden Daten lasse sich noch nicht abschließend beurteilen, welche Auswirkungen die Umstellung auf das ZPO-Verfahren auf die Geschäftszahlen beim BGH habe.
Für die Gesetzesänderung hat sich die Koalition des sog. „Omnibus-Verfahrens" bedient, d. h. die Änderung wurde in ein anderes, sachfremdes Gesetzgebungsvorhaben integriert. Die Opposition kritisierte dieses Vorgehen wie auch die Änderung selbst. Sie stimmte - mit Ausnahme der Linksfraktion - dem Gesetz aber zu, da sie das „Haupt-Gesetzesvorhaben", das den Verbraucherschutz betrifft, unterstützt.
Am 30.3.2012 muss noch der Bundesrat über den Gesetzentwurf abstimmen.
-
Wohnrecht auf Lebenszeit trotz Umzugs ins Pflegeheim?
1.1022
-
Klagerücknahme oder Erledigungserklärung?
583
-
Überbau und Konsequenzen – wenn die Grenze zum Nachbargrundstück ignoriert wurde
526
-
Die Befreiung von den Beschränkungen des § 181 BGB
433
-
Eigenbedarfskündigung bei Senioren – Ausschluss wegen unzumutbarer Härte?
406
-
Wann muss eine öffentliche Ausschreibung erfolgen?
394
-
Wann ist ein Anspruch verwirkt? Worauf beruht die Verwirkung?
391
-
Transparenzregister: Wirtschaftlich Berechtigter nach GWG
368
-
Minderung schlägt auf Betriebskostenabrechnung durch
363
-
Patronatserklärungen: Wirkung, Varianten und praktische Bedeutung
358
-
Bloßer Nutzungswunsch reicht für Eigenbedarfskündigung nicht aus
10.03.2026
-
Barrierefreiheit – Anspruch von Wohnungseigentümer auf Fußweg
04.03.2026
-
Schadenersatz bei unberechtigter Kündigung durch Vermieter
03.03.2026
-
Ex-Schwiegermutter wegen Eigenbedarf gekündigt: BGH verweist an OLG zurück
03.03.2026
-
Makler haftet für Diskriminierung einer Mietinteressentin
03.02.2026
-
Betreten der Mietwohnung mit Zweitschlüssel als Mietmangel
08.01.2026
-
Wegerecht hindert nicht die Errichtung von Toranlagen
15.12.2025
-
BGH zur Unwirksamkeit eines Online-Maklervertrages
12.12.2025
-
Berufungsgericht weist Räumungsklage ab: Treuwidrige Kündigung wegen Zahlungsverzugs
09.12.2025
-
Rückabwicklung eines Hauskaufs trotz Gewährleistungsausschluss
07.11.2025