Wer sich als Führungskraft in den Dienst seiner Mitarbeitenden stellt, genießt deren Wertschätzung. Das wirkt sich positiv auf die Leistungsbereitschaft im Team aus. Ob dieser Stil jedoch dem persönlichen Vorankommen der Führungskraft hilft, war bislang unklar. Eine Studie zeigt nun: Servant Leadership kann sogar die Karriere fördern.
In der Forschung gilt dienende Führung, auch bekannt als Servant Leadership, als vielversprechender Führungsstil: Die Führungskraft stellt die Interessen und Bedürfnisse der Mitarbeitenden in den Vordergrund. Davon profitieren die Mitarbeitenden genauso wie das Unternehmen. Aber fördert dienende Führung auch die Karriere der Führungskraft? Oder hilft es dem eigenen Vorankommen eher, aufgabenorientiert zu führen? Und gilt das für Frauen und Männer in Führungspositionen gleichermaßen? Wir sind diesen Fragen in unserem Forschungsprojekt nachgegangen und konnten zeigen, dass Führungskräfte von dienender Führung mehr profitieren als von direktiver Führung.
Dienende Führung und tradionelle Führungsstile
Das Führungsverständnis hat sich in den letzten Jahren zunehmend gewandelt. Vor einigen Jahrzehnten sollten Führungskräfte ihre Untergebenen vornehmlich anleiten, beaufsichtigen und deren Arbeitsergebnisse kontrollieren. Inzwischen liegt der Fokus verstärkt auf der wertschätzenden Zusammenarbe...
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