Moderne Organisationen verfügen über enorme Wissensbestände, die häufig ungenutzt bleiben. Generative KI eröffnet neue Möglichkeiten, das kollektive Gedächtnis zugänglich zu machen. Gleichzeitig zeigt sich: Technologie allein reicht nicht, damit aus verstreuten Informationen organisationales Lernen entsteht.
"Wenn wir wüssten, was wir wissen…" – dieser Stoßseufzer hallt seit Jahrzehnten durch Organisationen. Das Wissen ist da: in Projektberichten, E-Mail-Verläufen, Chat-Nachrichten, in den Köpfen erfahrener Kolleginnen und Kollegen. Doch es ist nicht verfügbar – nicht dort, wo es gebraucht wird, nicht dann, wenn es gebraucht wird. Künstliche Intelligenz verändert dieses Spiel grundlegend. Nicht, weil sie Wissen erzeugt – das tun nach wie vor Menschen. Sondern weil sie die Art revolutioniert, wie wir Daten und Informationen speichern, finden, teilen und verarbeiten. Gleichzeitig stellt uns das vor kulturelle Herausforderungen, die nicht mit Technologie allein zu lösen sind.
Wenn Wissensmanagement-Systeme zu Datenfriedhöfen werden
Bevor wir tiefer einsteigen, ist eine kurze Begriffsklärung sicherlich sinnvoll. Daten sind rohe, kontextlose Fakten – "120 Klicks" (quantitativ) oder ein Nutzerkommentar (qualitativ). Informationen sind Daten, die in einen Zusammenhang gebracht werden und damit Bede...
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