Studie: Mindestlohn im Baugewerbe ohne Beschäftigungsverluste
Der Mindestlohn im Bauhauptgewerbe hat nicht zu Beschäftigungsverlusten geführt. Das zeigt eine gemeinsame Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) und des Instituts für Sozialforschung und Gesellschaftspolitik (ISG).
Der massive Stellenabbau in der Branche seit Mitte der 90er Jahre sei vor allem auf das Ende des Baubooms nach der Wiedervereinigung zurückzuführen, schreiben die Autoren der Studie. Der 1997 eingeführte Mindestlohn sei daran nicht schuld.
Mindestlohn führte teilweise zu Gehaltssteigerung
Die Lohnuntergrenze wurde in den neuen Bundesländern mit umgerechnet acht Euro niedriger angesetzt als in den alten Bundesländern mit rund 8,70 Euro. Dennoch erhielten vor der Mindestlohneinführung in den neuen Bundesländern knapp 24 Prozent der Beschäftigten im Bauhauptgewerbe einen Stundenlohn unterhalb dieser Lohnuntergrenze, in den alten Bundesländern dagegen nur knapp vier Prozent.
In Ostdeutschland zahlen die Arbeitgeber meist Stundenlöhne nahe dem Mindestlohn-Niveau. Derzeit sind das zehn Euro brutto. Facharbeiter verdienen in Ostdeutschland nur geringfügig besser als einfache Arbeiter. In Westdeutschland variieren die Löhne stärker. Zudem gelten im Westen zwei verschiedene Mindestlöhne – 11,05 Euro für geringer qualifizierte Arbeiter und 13,40 Euro für Facharbeiter.
Keine Rückschlüsse auf branchenübergreifenden Mindestlohn
Die Übertragung der Ergebnisse auf andere Wirtschaftszweige in Deutschland oder auf einen branchenübergreifenden Mindestlohn sei allerdings nur bedingt möglich, da das Bauhauptgewerbe spezifischen Rahmenbedingungen unterliege, betonen die Autoren der Studie. Zudem ließe sich nicht sagen, ob die Mindestlöhne Auswirkungen auf Arbeitnehmerentsendungen aus dem Ausland oder auf die Zahl von Selbständigen im Bauhauptgewerbe hatten.
Die Evaluationsstudie zu den Auswirkungen des Mindestlohns im Bauhauptgewebe wurde vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales in Auftrag gegeben.
-
HR-Personalwechsel im Juli
276
-
Ein Experiment zeigt, wie sich Krankheitstage senken lassen
196
-
Die wichtigsten Termine 2026 für Personalprofis
597
-
Grieger-Langer und die gefakte Kundenliste
57
-
ZP Europe 2026: Wie verändert KI die Arbeitswelt?
42
-
Deutschlands beste Arbeitgeber 2026 stehen fest
28
-
HR-Personalwechsel im August
25
-
Vernetzungsexperte Peter Kruse gestorben
24
-
Schlagfertig (Teil 7): Andere zum Lachen bringen
21
-
Das Entgelttransparenzgesetz – eine Verschiebung mit Ansage
20
-
Gewinner des HR Innovation Awards: Performance im Fokus
15.09.2026
-
Der Lockruf von Köln – und was wir nicht vergessen sollten
10.09.2026
-
HR-Personalwechsel im August
31.08.2026
-
Warum mir die Reisemetapher aufstößt
27.08.2026
-
ZP Europe 2026: Wie verändert KI die Arbeitswelt?
20.08.2026
-
Oberflächliche Schönheit – wie wir KI-Blender entlarven
13.08.2026
-
Wie sich kommunale Unternehmen zukunftsfähig aufstellen können
06.08.2026
-
HR-Personalwechsel im Juli
31.07.2026
-
Attest am ersten Krankheitstag – lässt sich das noch ändern?
30.07.20261
-
HR sucht nach einem Gewinnerthema – dabei liegt es auf der Hand
16.07.2026