Demografie-Management lohnt sich: Der Industrieelektronik-Hersteller Phoenix Contact ist Gewinner des diesjährigen Sonderpreises für demografiebewusstes Personalmanagement, der vom Great Place to Work Institut in Zusammenarbeit mit dem bundesweiten Demografie-Netzwerk ddn vergeben wurde.

„Die größte wirtschaftliche Herausforderung neben dem globalisierten Markt ist die demografische Entwicklung Deutschlands.“ Diese Überzeugung leitet die HR-Aktivitäten von Phoenix Contact seit vielen Jahren. Investitionen in die Aus- und Weiterbildung, ein professionelles betriebliches Gesundheitsmanagement mit starkem Augenmerk auf die „Generation Gold – 50 plus“, aber auch duale Ausbildung, Förderung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund und innovative Programme, die speziell Frauen für technische Beruf motivieren sollen,  sind nur einige der Maßnahmen, mit denen Phoenix dem Fachkräftemangel erfolgreich begegnet.           

Visionär mit System: Gunther Olesch, Phoenix Contact

Für seine demografieorientierte Personalarbeit wurde das Unternehmen nun mit dem „Sonderpreis für demografiebewusstes Personalmanagement“ des Great Place to Work Institut und dem Demografie-Netzwerk ddn ausgezeichnet.

Frank Hauser, Geschäftsführer von Great Place to Work würdigte das Unternehmen und den Geschäftsführer Prof. Dr. Gunther Olesch als Visionär. „Als die meisten Unternehmen noch nicht im Traum an Demografie dachten, hat Gunther Olesch die langfristigen Trends erkannt und das Unternehmen frühzeitig und mit System darauf eingestellt.“ Phoenix Contact habe von der kontinuierlichen Ausbildung über das Gesundheitsmanagement bis zur Entwicklung einer wertschätzenden Unternehmenskultur mustergültig vorgemacht, was hervorragende Arbeitgeber auszeichne.

Demografieorientierte Personalpolitik gegen den Fachkräftemangel

In seiner Dankesrede verwies der sichtlich gut gelaunte Preisträger Gunther Olesch auf den wirtschaftlichen Nutzen einer langfristigen Personalpolitik. „Dank Industrie 4.0 wachsen wir gerade um 1.000 Mitarbeiter jedes Jahr. Wir haben uns vor 30 Jahren schon das Ziel gesetzt, zu den besten Arbeitgebern zu gehören. Ohne eine vorausschauende Personalpolitik wäre unsere Wachstumsstrategie nicht aufgegangen.“

Frank Böhringer vom Vorstand des Demografie-Netzwerkes ddn wies darauf hin, dass die Generation der „Baby Boomer“ in den nächsten drei bis fünf Jahren bereits eine gravierende Fachkräftelücke hinterlasse. „Wer heute erst mit seiner Altersstrukturanalyse im Unternehmen anfängt, hat seine Hausaufgaben nicht gemacht, denn Fachkräfte gibt nicht auf Knopfdruck. Demografiefeste Arbeitgeber tun weit mehr als nur einen Ausbildungszyklus voraus zu planen.“

Der Sonderpreis für Demografiebewusstes Personalmanagement wird im Rahmen des Wettbewerbes „Deutschlands Beste Arbeitgeber” von Great Place to Work in Kooperation mit dem Demografie-Netzwerk ddn vergeben.

Hinweis: Einen aktuellen Einblick in die Personalstrategie bei Phoenix Contact finden Sie in Personalmagazin 11/2018 im Beitrag "Alles nicht so eng sehen" von Professor Olesch.   

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