Best Paper Award 2013 der Zeitschrift Personal Quarterly an junge Wissenschaftler vergeben
Die preisgekrönte Studie lautet „Rewards and Performance“ und vergleicht mittels eines Laborexperiments die Wirkung verschieden gestalteter Bonuszahlungen. Bei der Wirkung auf die Leistung wird unterschieden zwischen einer einfachen Routinetätigkeit und bei einer Aufgabe, die kreatives Denken erfordert. Die Ergebnisse zeigen, dass ein Wettbewerb mit einem Bonus für die besten Mitarbeiter die Leistung bei beiden Tätigkeitsarten stark steigert. Dagegen erzielt ein Geldgeschenk, das nicht an die Leistung gekoppelt ist, ausschließlich bei der Routinetätigkeit einen leistungssteigernden Effekt.
Die Ursache hierfür könnte darin liegen, dass Menschen Freude an kreativen Aufgaben haben und ihre Leistung honoriert sehen wollen. Leistungsunabhängige Boni funktionieren demnach nicht überall. Dies ist eine wichtige Einsicht für Manager, da im Zuge des Wandels hin zu einer Wissens- und Dienstleistungsgesellschaft, mehr und mehr Tätigkeiten kreatives Denken erfordern.
Das Ergebnis reiht sich in eine Reihe von Studien, die zum dem Ergebnis kommen, dass Anreizsysteme mit Bedacht gewählt werden sollten, da diese mit Kosten verbunden sind und nicht bei allen Mitarbeitern und Tätigkeiten gleich wirken.
Der von der Zeitschrift "Personal Quarterly" mit 3.000 EUR dotierte Preis wurde zum zweiten Mal vergeben. Ziel des Preises ist es, herausragende Forschungsarbeiten von Nachwuchswissenschaftlern, die eine Relevanz für die Personalpraxis haben, zu fördern. Ausgewählt wurden die Preisträger von den Herausgebern der Zeitschrift "Personal Quarterly".
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