02.11.2015 | Gesundheitsmanagement

Drei Unternehmen erhalten den BGM-Förderpreis

Bild: DAK

Am 27. Oktober wurde erstmalig der BGM-Förderpreis verliehen. Mit der Auszeichnung werden innovative Ansätze im Gesundheitsmanagement gewürdigt, die den aktuellen Entwicklungen in der Arbeitswelt Rechnung tragen.

Fast 200 Unternehmen aus verschiedenen Branchen hatten sich um den BGM-Förderpreis beworben, der vom Management Center of Competence (MCC) in Kooperation mit der Deutschen Angestellten-Krankenkasse (DAK) ausgelobt wurde. Kein Wunder, denn dotiert war die Auszeichnung mit insgesamt 60.000 Euro in Sachleistungen. Zugunsten einer möglichst breiten Wirkung der Fördermittel wurde die Gewinnsumme zwischen den ersten drei Plätzen aufgeteilt.

Gewinnerkonzept mit "Demografie-Selbstcheck"

Den Siegeslorbeer und damit Sachleistungen im Wert von 30.000 Euro trugen die Vertreter des Spezialunternehmens BASF Coatings GmbH davon. Ihr BGM-Programm zur gesundheitlichen Förderung älterer Mitarbeiter konnte die Fachjury letztlich überzeugen; eine knappe, aber nachvollziehbare Entscheidung, die sich damit begründen lässt, dass speziell nach produktiven Lösungsansätzen für Problemstellungen in Folge des demogarfischen Wandels gesucht wurde. Das Siegerkonzept, das mit einem eigens entwickelten BGM-Instrument – dem "Demografie-Selbstcheck" – aufwartete, soll den Fachkräftemangel abfedern, indem es ältere Arbeitnehmer länger aktiv im Unternehmen hält. Denn eines ist gerade für die Industriebranche zentral, wie Simon Schmidt-Bussmann, Leiter für Lernen und Entwicklung bei BASF, anlässlich der Preisverleihung betonte: "Wir können es uns nicht leisten, ältere Top-Mitarbeiter zu verlieren. Unsere Arbeitsbedingungen müssen so gestaltet sein, dass sie die Gesundheit älterer Mitarbeiter fördern."

Gesundheitsmanagement im Verbund

Auf den mit 20.000 Euro dotierten zweiten Platz schaffte es das Klinikunternehmen Asklepios Hamburg Barmbek, das einen Demografie-Beauftragten einsetzte, um die Arbeitsbedingungen für die älteren Beschäftigten zu verbessern. Den dritten Rang, auf den noch 10.000 Euro entfielen, belegte der Unternehmensverbund "Gesunde Betriebe Kinzigtal": Durch den Netzwerkcharakter der Initiative, so das Urteil der Jury, sei es gelungen, personelle und finanzielle Ressourcen für die teilnehmenden klein- und mittelständischen Unternehmen nutzbar zu machen und somit die Flächenwirkung von BGM-Maßnahmen zu erhöhen.

BGM-Förderpreis würdigt innovative Konzepte und Ansätze

Insgesamt entsteht durch die Auswahl der prämierten Konzepte und Initiativen ein Überblicksbild von den verschiedenen Ansätze, mit denen betriebliches Gesundheitsmanagement derzeit in vielen Unternehmen erfolgreich umgesetzt wird. Gerade vor dem Hintergrund der sich verändernden Arbeitswelt werden solche und ähnliche Herangehensweisen zukünftig noch an Bedeutung hinzugewinnen - und doch wird es ein ständiger Prozess ohne endgültigen Abschluss bleiben: "Niemand kann lebenslange Gesundheit garantieren, aber Betriebe können für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen unterstützenden Rahmen schaffen", sagte Claus Moldenhauer, Vorstand der DAK-Gesundheit, in seiner Laudatio. Um effektiv auf dieses Ziel hinzuarbeiten, ist es eminent wichtig, sich die Innovationsfähigkeit bei der Entwicklung von BGM-Strategien zu erhalten und für die notwendige Flexibilität und Dynamik des Maßnahmenkatalogs zu sorgen. Der BGM-Förderpreis ist hierfür eine gute Motivation: Er wird im nächsten Jahr erneut verliehen – die Bewerbungskriterien orientieren sich am aktuellen Präventionsleitfaden des Spitzenverbands Gesetzlicher Krankenkassen (GKV).

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Schwerpunktseite zum Thema "Betriebliches Gesundheitsmanagement".

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Schlagworte zum Thema:  Betriebliches Gesundheitsmanagement, Award

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