Jeder Vierte macht täglich Überstunden
Der Studie der Personalberatung Rochus Mummert zufolge kommen 28 Prozent der deutschen Arbeitnehmer an einem normalen Arbeitstag nicht vor 18 Uhr nach Hause. Als häufigsten Grund für die Überstunden nennen die Teilnehmer das allgemein hohe Arbeitsaufkommen. Für die Studie befragte der Personalberater rund 50 HR-Führungskräfte und 1.000 Arbeitnehmer.
Meetings am späten Nachmittag führen zu Verzögerungen
Doch der Umfrage zufolge liegt der Grund fürs späte Heimkommen nicht nur in der Arbeitsbelastung an sich, sondern auch in der Aufgabenverteilung: Knapp die Hälfte der Befragten gibt an, auch deshalb keinen pünktlichen Feierabend machen zu können, weil Aufgaben erst kurz vor Dienstschluss einträfen. Auch Urlaubs- oder Krankheitsvertretungen sorgen demnach für Engpässe: 41 Prozent der Befragten sagen, dass dies für sie ein Grund für Überstunden sei. Auch Termine kurz vor Dienstschluss verhindern zuweilen, dass die Mitarbeiter rechtzeitig nach Hause kommen. Jeder vierte Beschäftigte gibt etwa an, dass Meetings am späten Nachmittag zu Feierabend-Verzögerungen führten.
Unternehmen geben zu, keine Work-Life-Balance zu bieten
Diese Einschätzung der Arbeitnehmer teilen auch die Arbeitgeber: Acht von zehn Unternehmen geben demnach zu, ihren Beschäftigten keine wirkliche Work-Life-Balance bieten zu können. Die Studienautoren sehen es jedoch als Aufgabe der Führungskräfte, den Einklang von Arbeits- und Privatleben ihrer Mitarbeiter sicherzustellen. Das Beispiel Meeting-Kultur verdeutliche dies, denn Vorgesetzte hätten darauf zu achten, dass Meetings nicht zu spät angesetzt werden und zeitlich nicht ausufern. "Ohne die Unterstützung ihrer Personalabteilung wird ihnen das aber nur schwer gelingen", erläutert Dr. Hans Schlipat, Studienleiter und Managing Partner der Rochus-Mummert-Gruppe. "Denn den Nährboden für eine qualifizierte Führungskultur, die gleichzeitig die Work-Life-Balance-Belange der Mitarbeiter berücksichtigt, müssen die HR-Verantwortlichen bereiten."
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