Werteorientierte Unternehmensführung wird wichtiger
„Werte schaffen Wert – oder helfen in schwierigen Zeiten zumindest dabei, den geschaffenen Wert zu bewahren“, erklärt Kai Hattendorf, Vorstandsmitglied der Wertekommission und Co-Autor der Studie diesen doch überraschenden Befund. Denn vor fünf Jahren hätte dies noch ganz anders ausgesehen. Fast 80 Prozent der Befragten erwarten zudem, dass der Stellenwert von Werten in den kommenden Jahren noch weiter wachsen wird. Zu diesem Ergebnis kommt die Führungskräftebefragung 2012 der „Wertekommission – Initiative Werte Bewusste Führung e.V.“, die in Zusammenarbeit mit der Universität Duisburg-Essen, dem Kulturwissenschaftlichen Institut Essen und dem Steinbeis Transferzentrum ISL durchgeführt wurde. Teilgenommen haben mehrere hundert Führungskräfte aus ganz Deutschland.
„Verantwortung“ und „Vertrauen“ wichtigste Unternehmenswerte
Mit jeweils über 70 Prozent Nennungen haben die Werte „Verantwortung“ und „Vertrauen“ als Unternehmenswerte für die Befragten die mit Abstand größte Bedeutung. Sie gelten als die Grundfesten für ein langfristiges Bestehen von Unternehmen am Markt. Es folgen die Werte „Integrität“ und „Nachhaltigkeit“ – eng verwandt mit „Verantwortung“.
Starke Kluft zwischen Unternehmenswerten und Geschäftszielen
Formelle Werte-Kodizes und -Manifeste werden von der klaren Mehrheit der Befragten als wichtig eingeschätzt. Zugleich wird von vielen – vor allem jüngeren – Führungskräften aber auch eine starke Kluft zwischen der Manifestierung von unternehmerischen Werten in solchen Kodizes und geschäftlichen Zielvorgaben wie Umsatz und Gewinn wahrgenommen. Die gezielte Kommunikation des Wertesystems – nach innen und außen – ist gleichwohl für die weit überwiegende Mehrzahl der Befragten hochrelevant.
Werte müssen glaubwürdig vorgelebt werden
Noch wichtiger aber scheint der Praxistest: Für über 95 Prozent der Befragten ist ein glaubwürdig vorgelebter Wertekanon die Voraussetzung für alle positiven Effekte wertebasierter Unternehmensführung. Ohne die praktische Erfahrung, dass und wie Werte im Unternehmen gelebt werden können, werden Werte für irrelevant gehalten.
Vorgesetzte sollten ehrlich und zuverlässig sein
Eng verbunden mit der Frage nach den festgeschriebenen beziehungsweise gelebten Unternehmenswerten ist jene nach den persönlichen Eigenschaften, die das wertebasierte Miteinander in einem Unternehmen prägen sollten: Über 90 beziehungsweise fast 80 Prozent der Befragten schätzen „Zuverlässigkeit“ und „Ehrlichkeit“ als wichtigste Eigenschaften von Kollegen und Vorgesetzten ein.
Gleichzeitig ist eine starke Präferenz für Dialog- und Teamorientierung zu Lasten von Individualismus im Sinne von Alleinentscheidungen festzustellen. Die wichtigsten Werte – ganz oben steht hier „Vertrauen“ – helfen dabei sowohl dem verantwortlich entscheidenden Manager als auch dem Team.
-
Workation und Homeoffice im Ausland: Was Arbeitgeber wissen müssen
405
-
Acht rettende Sätze für schwierige Gesprächssituationen
247
-
Essenszuschuss als steuerfreier Benefit
228
-
Mitarbeiterfluktuation managen
1714
-
BEM ist Pflicht des Arbeitgebers
168
-
Das sind die 25 größten Anbieter für HR-Software
133
-
Probezeitgespräche als Feedbackquelle für den Onboarding-Prozess
124
-
Warum Offboarding an Bedeutung gewinnt
109
-
Der große NLP-Bluff Teil I: Wie alles begann
998
-
Studie offenbart zu wenige Strukturen beim Onboarding
98
-
Wie Beschäftigte die Kündigung erleben
25.06.2026
-
Warum Social Media eine strategische Ressource für HR ist
24.06.2026
-
Aufräumen bei der Payroll
23.06.2026
-
Deniz Undav und die Frage, die jede Führungskraft kennt
23.06.2026
-
Bike to Work: Wie gemeinsames Pendeln den Teamgeist stärken kann
22.06.2026
-
So bleibt es auch bei Hitze im Büro erträglich
19.06.2026
-
So lernen Führungskräfte Veränderung
19.06.2026
-
Nur 44 Prozent aller Beschäftigten bekommen Urlaubsgeld
18.06.2026
-
Was der Pflichtsieg über Curaçao Führungskräften zeigt
16.06.2026
-
Mit KI schneller passende Talente finden
15.06.2026