Gehaltsprognosen insgesamt stabil - trotz politischer Unruhen
Das aktuelle globale Winter-Update des "Global Salary Increase Survey" von Aon Hewitt zeigt: Deutsche Unternehmen sehen den wirtschaftlichen Entwicklungen weiterhin positiv entgegen. Die Prognosen zu den Gehaltsentwicklungen für 2015 im Vergleich zum Sommer 2014 sind so gut wie unverändert.
Ganz anders gestaltet sich dies in der Schweiz. Dort reagieren Arbeitgeber direkt auf die Freigabe des Schweizer Franken. 20,8 Prozent der in der Schweiz tätigen Unternehmen werden laut der Analyse auf die Währungsstärke reagieren, indem sie die Löhne und Gehälter senken.
Ebenfalls hervor sticht die Ukraine. Nachdem der Kurs der ukrainischen Währung seit Beginn der Revolution stark eingebrochen ist, heben die Unternehmen dort die Budgets zur Gehaltserhöhung um 1,3 Prozent im Vergleich zum vergangenen Sommer an. Um 9,6 Prozent wollen die ukrainischen Teilnehmer die Löhne und Gehälter im Jahr 2015 steigern.
Abwartendes Russland, einfrierendes Belgien
Unsicherheit herrscht jedoch bei den Befragten aus Russland. Trotz einer prognostizierten Lohnsteigerung von 7,6 Prozent (minus 0,4 Prozent gegenüber der vergangenen Studie) fallen die Reallöhne aufgrund der hohen Inflationsrate bedeutend niedriger aus. "Durch den Verfall des Rubels verhalten sich die meisten russischen Unternehmen eher abwartend", erklärt Marco Reiners, Market Leader Reward Central Europe bei Aon Hewitt. "Zwar steigen die Gehälter tendenziell, parallel dazu achten die Unternehmen aber darauf, die Kosten möglichst niedrig zu halten."
In Belgien reagiert die Regierung auf die seit Jahren überdurchschnittlich hohen Lohnkosten und setzt zur Kürzung der Ausgaben auf das Einfrieren der Löhne und Gehälter im öffentlichen Dienst. Die Unternehmen tun es ihr gleich: 21,3 Prozent greifen ebenfalls auf Nullrunden zurück.
Prognosen bleiben stabil
Insgesamt bleiben die Prognosen für Europa ungeachtet dessen stabil, denn im Durchschnitt über alle Länder hinweg steigen die Löhne und Gehälter um nominal fast vier Prozent. Und auch wenn die Entwicklung in den einzelnen Regionen Europas sehr heterogen ist: Mehr als 75 Prozent der Unternehmen im europäischen Raum korrigieren ihre Vorhersagen vom Sommer 2014 nur marginal abwärts – bis zu minus 0,2 Prozent – oder heben diese Prognose an. Lediglich rund 24 Prozent verringern ihre Vorhersagen signifikant.
Über den "Global Salary Increase Survey"
560 Unternehmen aus 31 unterschiedlichen Branchen und 121 Ländern in Europa, Afrika und dem Mittleren Osten haben an dem jährlichen Salary Increase Survey teilgenommen. 375 der Teilnehmer haben ihren Firmensitz in Europa. Der Ergebnisbericht beinhaltet auch die Gehaltserhöhungsbudgets für das Jahr 2015 inklusive Angaben zu geplanten Gehaltserhöhungsbudgets, generellen Gehaltserhöhungsbudgets, leistungsabhängigen Gehaltserhöhungsbudgets (Merit) und geplanten Nullrunden.
-
Acht rettende Sätze für schwierige Gesprächssituationen
401
-
Workation und Homeoffice im Ausland: Was Arbeitgeber wissen müssen
293
-
Jeder zweite Babyboomer geht vorzeitig in den Ruhestand
272
-
Essenszuschuss als steuerfreier Benefit
245
-
BEM ist Pflicht des Arbeitgebers
180
-
Das sind die 25 größten Anbieter für HR-Software
125
-
Probezeitgespräche als Feedbackquelle für den Onboarding-Prozess
119
-
Warum Offboarding an Bedeutung gewinnt
118
-
Der große NLP-Bluff Teil I: Wie alles begann
1068
-
Mitarbeiterfluktuation managen
994
-
Fachkräfteeinwanderung stark rückläufig
12.08.2026
-
Bürokratieabbau in HR: Wenn weniger mehr ist
11.08.2026
-
New-Work-Barometer 2026: HR ist Bürokratiespitzenreiter
11.08.2026
-
Das Dienstrad: wenn Gesundheit zum täglichen Benefit wird
10.08.2026
-
Der Agenda-Stresstest
07.08.2026
-
Jeder Dritte glaubt nicht mehr ans Leistungsprinzip
06.08.2026
-
Jüngere Bewerber werden bevorzugt – trotz fehlender Qualifikation
05.08.2026
-
Die Savanne lebt – in der Art, wie wir Führung beurteilen
05.08.2026
-
ZP Europe 2026: Praxisimpulse, die HR wirklich weiterbringen
03.08.2026
-
Warum künstliche Schönheit in der Personalauswahl nach hinten losgeht
03.08.2026