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29.01.2013 | Serie Sieben Zeitmanagement-Lügen

Die "Eine-Methode-für-alles-Lüge"

Serienelemente
Zeitmanagement: Klassische Zeitmanagement-Methoden haben ausgedient.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Zeitmanagement als Wunderwaffe gegen Stress sei nichts als ein Tropfen Wasser auf die überhitzte Arbeitswelt, ist Buchautorin Cordula Nussbaum überzeugt. Sie hat sieben Zeitmanagement-Lügen identifiziert und in der "wirtschaft + weiterbildung" veröffentlicht. Lüge Nummer eins: Die "Eine-Methode-für-alles-Lüge".

In fast allen Seminaren und Ratgebern wird immer "der" eine Weg für mehr Zeit gezeigt, also "das" ultimative Rezept. Freudig werden dabei alle Ratsuchenden über einen Kamm geschoren. Ihnen wird vorgegaukelt, wenn man es nur so mache wie im Buch beschrieben, dann würde alles paletti werden. Was für eine Lüge! Und was für eine Missachtung der Menschen.

Zeitmanagement muss zur Persönlichkeit passen

Seit Jahrzehnten wissen wir es, doch ausgerechnet beim Thema Zeitmanagement fällt es gnadenlos unter den Tisch: Jeder von uns ist anders! Jeder hat eine ganz eigene Persönlichkeit, andere Stärken und Talente. Und wenn diese nicht berücksichtigt werden, dann ist jeder Zeit- und Selbstmanagementansatz zum Scheitern verurteilt.

Grob gesprochen können wir unsere Talentwelten in die der systematisch-analytischen Menschen (Zahlen, Daten, Fakten, Ordnung, Struktur) und die der kreativ-chaotischen Menschen (Querdenken, Ideenreichtum, Risikobereitschaft, Empathie) einteilen. Und während die Systematisch-Analytischen in der Regel sehr gut mit klassischem Zeitmanagement klarkommen, beißen sich die Querdenker an diesen Methoden die Zähne aus.

Flexible Tools für Kreative

Der Grund ist naheliegend: Sie lieben es, spontan zu sein, haben ein hohes Tempo, arbeiten gerne vernetzt und an mehreren Dingen gleichzeitig. Penible Planung engt sie ein, raubt ihnen Lebensqualität und Energie und ihre To-Do-Listen arten in der Regel gerne in ein mehrseitiges Brainstorming aus. Aus diesem Grund brauchen die kreativ-chaotischen Neue-Wege-Geher flexiblere Tools, um ihre Aufgaben im Griff zu behalten. Bewährt haben sich Tools wie die "Reisende-To-Do-Sammlung" und das "Tageskonzept". Sie sollten deshalb zunächst herausfinden, wo ihre Talente liegen. Im Internet gibt es dazu Gratis-Online-Checks. Anschließend macht es Sinn, eine Strategie zu entwickeln, die zur eigenen Persönlichkeit passt.

Hinweis: Den kompletten Artikel finden Sie in der Zeitschrift "wirtschaft + weiterbildung", Ausgabe 1/2013.

Haufe Online Redaktion

Zeitmanagement, Personalentwicklung, Weiterbildung

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