Wie sieht der Personalchef der Zukunft aus?
Der Tag eines CHRO – vielleicht lautet ihr Titel auch Chief Employee Experience Officer oder Chief People Officer – sieht in fünf Jahren vielleicht schon so aus: Morgens wählt sie sich in einen Budget-Call ein, um dem CEO zu erläutern, wie das neue Personalkonzept zu den letzten Profitabilitäts-Spitzen geführt hat. Danach sitzt sie im Virtual-Reality-Konferenzraum in Tokyo zum Pressebriefing. Mit dem Echtzeit-Übersetzer im Ohr entschuldigt sie sich auf Japanisch für die leichte Verspätung und präsentiert dann ihren innovativen Plan, wie man den Fachkräftemangel im asiatischen Raum mittels Vernetzung und verteilten Arbeitsplätzen beheben kann. Zum Abendessen trifft sie schließlich die wichtigsten Logistikkunden des Unternehmens in Europa, um sich ein Bild von führerlosen Lkw und vollautomatischen Schiffen zu machen, und welchen Einfluss dies auf die Kultur und strategische Ausrichtung ihres Unternehmens haben wird.
Das Vorbild ist der CFO
Die HR-Managerin der Zukunft tritt in die Fußstapfen des heutigen CFOs und wird ein Kernbestandteil des Managements. Der CFO ist erfolgreiches Vorbild: Er hat gelernt, die Sprache des Vorstands zu sprechen und die richtigen Fakten zu präsentieren, um seine Empfehlungen zu strategisch wertvollen Beiträgen werden zu lassen.
Die Zukunfts-Skills für HR-Manager: Belastbare Prognosen auf Basis von Datenanalysen
Was muss der Personalvorstand der Zukunft können? Ein CHRO muss Probleme diagnostizieren, Ergebnisse prognostizieren und Lösungen vorschlagen, die auf Personalebene helfen, Werte für das Unternehmen zu schaffen. Der Knackpunkt dabei ist die Prognose: Indem der CHRO seinen Plan für die Zukunft modelliert, kann er dem Vorstand zeigen, was die richtigen Talente in Schlüsselrollen für das Unternehmen konkret bedeuten – und wie man mit ihnen die Unternehmens- und Gewinnziele erreichen kann.
Doch verlässliche Vorhersagen bedürfen einer robusten Analyse. Mit belastbaren Zahlen kann der HR-Manager endlich auch die traditionell zahlenorientierten Vorstände von seinen Vorhaben überzeugen und den Ruf der „Wohlfühl-Abteilung“ HR ablegen.
Datenanalyse ebnet den Weg an den Vorstandstisch
Der beste Ansatz, um mit der Analyse zu beginnen, ist von hinten nach vorne. Statt im Datenberg nach Mustern zu wühlen, definiert der CHRO seine Ziele, findet eine klare Fragestellung und arbeitet sich an den Anfang zurück. Um Daten dann erfolgreich zu nutzen, sind drei Dinge vonnöten: eine Affinität zu Analysen und Auswertungen, saubere Datensätze und die richtige Software. All das lässt sich erlernen oder beschaffen – und gehört zu dem grundlegenden Rüstzeug eines erfolgreichen und geschäftsorienterten CHROs.
Aus den Daten erkennt der CHRO der Zukunft die grundlegenden Herausforderungen des Unternehmens: anonyme Umfragen oder spezifisches Feedback zu einzelnen Managern, alles lässt sich auswerten, um wichtige Strömungen rechtzeitig zu erkennen. Mit diesem Wissen gewappnet, sitzt der CHRO bald als gleichwertiger Partner am Tisch mit CEO und CFO, informiert die Presse über Personalstrategien, die grundlegende Probleme lösen, und hat einen direkten Draht zu den Unternehmenskunden und aktuellen Trends. Freuen wir uns also auf die Zukunft!
-
Essenszuschuss als steuerfreier Benefit
722
-
Workation und Homeoffice im Ausland: Was Arbeitgeber wissen müssen
641
-
BEM ist Pflicht des Arbeitgebers
360
-
Probezeitgespräche als Feedbackquelle für den Onboarding-Prozess
297
-
Vorlage: Leitfaden für das Mitarbeitergespräch
291
-
Ablauf und Struktur des betrieblichen Eingliederungsmanagements
241
-
Das sind die 25 größten Anbieter für HR-Software
241
-
Mitarbeiterfluktuation managen
2204
-
Acht rettende Sätze für schwierige Gesprächssituationen
210
-
Warum Offboarding an Bedeutung gewinnt
177
-
Wie Chat GPT und Co. die Jobsuche verändern
16.12.2025
-
Beim Anteil von Frauen in Führung verändert sich wenig
15.12.2025
-
Warum Offboarding an Bedeutung gewinnt
12.12.2025
-
"Wir müssen mit KI Schritt halten"
11.12.2025
-
Wenn der Chef-Chef anklopft
10.12.2025
-
Wie ein inklusiver Berufseinstieg gelingt
08.12.2025
-
Warum zu viel Harmonie die Produktivität zerstört
05.12.2025
-
Die richtigen Skills mobilisieren
04.12.2025
-
Personalabbau wegen Mindestlohnerhöhung
03.12.2025
-
Wie People Analytics echte Wirkung entfaltet
02.12.2025
Ulrich Wagner
14.12.2016 08:20 Uhr
Es ist doch schön zu lesen, dass ein Marketing und Vertriebsmann in die Glaskugel für den zukünftigen CHRO schaut. Ich kann nur soviel dazu sagen: Schuster bleib bei deinen Leisten und zur Aufgabe eines CHRO gehört wesentlich mehr! Ein guter CHRO sitzt ohnehin schon lange als gleichwertiger Partner von CFO und CEO am Tisch.