01.07.2016 | HR-Startup

Eine Mitarbeiter-App für alle

Die Gründer Lutz Gerlach, Martin Böhringer und Frank Wolf (von links nach rechts).
Bild: STAFFBASE

Zwei Drittel aller Beschäftigten arbeiten nicht im Büro - und sind nicht auf digitalem Weg erreichbar, weil sie keinen Zugriff auf Intranet oder Unternehmens-E-Mail haben. Das Startup Staffbase hat hier Abhilfe geschaffen: Mit einer App, die alle Mitarbeiter erreicht - per Smartphone.

Wer hat das Startup gegründet?

Frank Wolf hat in seiner Zeit bei Accenture und T-Systems für viele Kunden IT-Projekte in der Mitarbeiterkommunikation betreut. Oft ging es dabei um Intranets, die aber viele Beschäftigte mangels PC-Arbeitsplatz gar nicht erreichen konnten. Zusammen mit Dr. Lutz Gerlach und Dr. Martin Böhringer, die zuvor bereits ein preisgekröntes Software-Startup geführt hatten, gründete er deshalb Staffbase, um mit der Mitarbeiter-App einen digitalen Kanal zu allen Beschäftigten eines Unternehmens zu schaffen.

Was ist die Idee dahinter?

Mit Staffbase starten Unternehmen ihre eigene Mitarbeiter-App. Das Firmenlogo neben den Icons von Whats-App und Facebook auf den Smartphones der Mitarbeiter markiert einen qualitativen Sprung in der Mitarbeiterkommunikation und stärkt das „Wir-Gefühl“ der Beschäftigten. Eine Mitarbeiter-App ist ein Game Changer für HR & Interne Kommunikation: Bisher erreichen viele Unternehmen einen Großteil ihrer Mitarbeiter nicht auf digitalen Wegen, weil sie keinen Zugriff auf Intranet oder Unternehmens-E-Mail haben (zwei Drittel aller Beschäftigten arbeiten nicht im Büro). Deshalb gibt es vielerorts noch Wandzeitungen oder gedruckte Mitarbeiterzeitungen. Das ist teuer, unpersönlich und vor allem langsam. Staffbase unterstützt alle wichtigen Prozesse der Mitarbeiterkommunikation. Dazu zählen die Mitarbeiterzeitung mit Kommentaren/Likes und Push Notifications, Basisinformationen und Schulungen, der Kantinenspeiseplan sowie Urlaubsanträge. Mit Staffbase kann die eigene App innerhalb weniger Tage gestartet werden.

Wie war die Entwicklungszeit?

Wir sind seit einem Jahr am Markt und haben in dieser Zeit über 40 Kunden gewonnen. Zu den Unternehmen, die mit Staffbase ihre eigene Mitarbeiter-App erstellt haben, zählen Siemens, Viessmann, T-Systems, Ogilvy und Heineken.

Was soll noch geändert werden?

Für unsere Kunden hat sich die Mitarbeiter-App zum zentralen Werkzeug der Mitarbeiterkommunikation entwickelt, weshalb viele die Funktionen weiter ausbauen möchten. Wir erweitern Staffbase deshalb zur Plattform, die durch kundenindividuelle oder von Partnern erstellte Plugins erweitert werden kann.

Was können etablierte Unternehmen von Staffbase lernen?

Dass Lösungen für große Probleme nicht automatisch komplex und teuer sein müssen. Das Erreichbarkeitsproblem von Non-Desk-Workern ist ja schon lange bekannt. Viele Unternehmen haben riesige IT-Projekte mit großen Budgets und jahrelanger Laufzeit gestartet, die am Ende doch gescheitert sind. Vielleicht braucht es den Startup-Blick, um in den private Smartphones der Mitarbeiter die Lösung zu erkennen.

Tipp: HR Innovation Roadshow

Zahlreiche HR-Startups touren von Juni bis November durch ganz Deutschland. Die nächsten Stationen der "HR Innovation Roadshow" finden am 6. Juli in Hamburg sowie am 13. Juli in Frankfurt am Main statt.  Veranstalter der Roadshow ist die Fachgruppe HR des Bundesverbands Deutsche Startups und die Deutsche Gesellschaft für Personalführung (DGFP) unterstützt vom Personalmagazin. Weitere Informationen unter www.hr-roadshow.de

 

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