Harvard holt MBA-Studenten teilweise auf den Campus zurück
Weltweit haben Business Schools auf Online-Unterricht und hybride Formate umgestellt. Wie es gelingen kann, zumindest Teile der MBA-Klassen wieder auf den Campus zu holen, zeigt das hybride Modell der Harvard Business School (HBS), die laut Ranking der Financial Times aus dem Frühjahr 2020 den besten Vollzeit-MBA weltweit anbietet. Ein aufwendig erarbeitetes, strenges Konzept stellt dort sicher, dass der Unterricht - der teils virtuell und teils vor Ort stattfindet – reibungslos abläuft.
Hybrides MBA-Format an der Harvard Business School
Die MBA-Klassen im ersten Schuljahr wurden von 90 auf 72 Studenten reduziert, damit die Abstandsregeln eingehalten werden können. Studenten im zweiten Studienjahr können zwischen reinen Online-Vorlesungen und hybriden Formaten wählen. Je nach Nachfrage rotieren sie dabei zwischen Präsenz- und Online-Kursen.
Engmaschiges Testsystem an der Harvard University
Darüber hinaus müssen sich alle Studenten der Harvard University mehrmals pro Woche auf das Coronavirus testen lassen, um den Campus betreten zu dürfen. Seit 1. Juni 2020 wurden bei Harvard-Studenten und dem Personal insgesamt rund 180.000 Tests durchgeführt, 114 davon fielen positiv aus (Stand: 9. November 2020).
Daneben müssen Studierende, bevor sie die HBS besuchen, ein einmaliges Online-Training zu den geltenden Sicherheitsregeln absolvieren und jedes Mal auf einem Online-Portal versichern, dass sie sich gesund fühlen und an die geltenden Regeln halten. Insgesamt dürfen 25 Studenten gemeinsam Veranstaltungen der Hochschule besuchen. Bei informellen Treffen ist die Zahl auf zehn begrenzt.
ESMT Berlin startet hybrides Teilzeit-MBA-Programm
Nicht nur in den USA, sondern auch in Deutschland bieten erste Business Schools hybride MBA-Formate an. Die ESMT Berlin hat mit dem "Part-time Blended MBA in Business Innovation" gar einen eigenen, hybriden Studiengang geschaffen. Das Programm richtet sich an Führungskräfte mit mindestens dreijähriger Berufserfahrung, dauert 24 Monate und findet zu 80 Prozent online und zu 20 Prozent vor Ort statt. Im September startete die erste Klasse mit 37 Teilnehmern und 19 Teilnehmerinnen. Der Anteil ausländischer Teilnehmer lag bei 81 Prozent.
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