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Zu erfolgreich: Förderprogramm für Jobs gestoppt

Deutschland wollte EU-Bürgern Perspektiven bieten. Doch nun ist da Geld ausgegangen.
Bild: © Corbis. All Rights Reserved.

Gleich zwei Gründe gab es, um das Förderprogramm "Mobi-Pro-EU" aufzusetzen: Die Bundesregierung wollte Arbeitslosen aus EU-Krisenstaaten einen Job oder eine Ausbildung in Deutschland bieten. Das wäre auch dem Fachkräftemangel hierzulande zuträglich gewesen. Doch nun wurde das Programm gestoppt.

Unter dem Slogan "The Job of my Life" war das Programm ausgeflaggt - das zog anscheinend gut, denn nun ist es am großen Erfolg gescheitert. Wie zunächst "Spiegel Online" berichtete gab es schon länger Probleme, das Programm weiterhin zu finanzieren, da es sehr stark nachgefragt wurde. Nun hat die Bundesagentur für Arbeit (BA) die Förderung offiziell gestoppt und lässt auf der Homepage www.thejobofmylife.de verlauten: "Das Interesse an einer betrieblichen Berufsausbildung in Deutschland ist sehr groß. Daher kann mit den Fördermöglichkeiten des Sonderprogramms Mobi-Pro-EU die aktuelle Nachfrage leider nicht gedeckt werden." Bis Ende März 2014 hätten fast 9.000 junge Menschen eine Förderung beantragt. Damit hatte die Behörde offensichtlich nicht gerechnet.

BA widerspricht dem Bericht über "gestrandete" EU-Bürger

Das Online-Portal der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" hatte vorab berichtet, dass viele Jugendliche in deutschen Städten "gestrandet" seien. Nachdem sie anfangs eine Förderung erhalten hätten, seien die Fördergelder dann einfach gestrichen worden. Um diesem Bericht zu widersprechen, weist die BA nun darauf hin, dass die bereits bewilligten Förderleistungen "bis zum Ende der Förderkette" weiter gezahlt würden.

Eine neue Förderung in Zukunft wird jedoch von der BA in Aussicht gestellt: "Eine Bewilligung der förderfähigen Anträge erfolgt, wenn Haushaltsmittel zur Verfügung stehen. In der Übergangszeit werden die eingehenden Anträge ruhend gestellt und die Antragstellerinnen und Antragsteller umgehend darüber informiert." Es sollen in einigen Wochen weitere Informationen über die Fördermöglichkeiten im Jahr 2015 folgen.

Haufe Online Redaktion

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