Mehr Social Collaboration im Unternehmen
Virtuelle Meetings, interaktive Intranets, Instant Messaging oder Corporate Wikis: Enterprise 2.0 ist in der Arbeitswelt angekommen. Das zeigt die vierte Auflage einer Panelstudie der Hochschule Rhein-Main, für die das Forscherteam der Wiesbaden Business School 145 Unternehmensvertreter befragt hat.
Enterprise 2.0 oder Social Collaboration: Begriffsverwirrung trotz hoher Relevanz
Das Kernergebnis: Die Mehrheit (76 Prozent) der befragten Unternehmen beschäftigt sich derzeit mit Enterprise-2.0-Ansätzen. Verglichen mit den Ergebnissen aus den Vorjahren sei das Interesse der Unternehmen allerdings nicht weiter gestiegen. Es habe sich vielmehr auf recht hohem Niveau eingependelt. "Der Hype ist damit scheinbar vorbei", kommentiert Studienleiter Thorsten Petry.
Unternehmensinterne Social-Media-Plattformen und andere Social Collaboration Tools hätten sich jedoch insgesamt als Instrumente einer zeitgemäße Führungs- und Zusammenarbeitskultur etabliert. Unklar blieben allerdings oft die Begriffe. So habe die Zahl der Studienteilnehmer, die Enterprise 2.0 klar definieren konnten, insgesamt abgenommen. "Es scheint sich derzeit eher die Bezeichnung Social Collaboration durchzusetzen", stellt Petry fest.
Erfolgsfaktor in der digitalen Transformation?
Ob nun Enterprise 2.0 oder Social Collaboration: was versprechen sich die Unternehmen von den entsprechenden Anwendungen? Auch hierzu liefert die Studie der Hochschule Rhein-Main einige Anhaltspunkte. Interessant ist etwa der folgende Zusammenhang: Die Forscher stellen fest, dass je schwerwiegender die Unternehmen die Auswirkungen der Digitalisierung einschätzten, desto intensiver befassten sie sich auch mit Social-Collaboration-Ansätzen. So erscheint es also recht naheliegend, dass die entsprechenden Tools als Erfolgsfaktor in der digitalen Transformation gesehen werden. Ein Thema, dass derzeit offenbar viele Unternehmen umtreibt: 60 Prozent der befragten Betriebe erwarten laut der Studie, dass die Digitalisierung künftig sehr starke Auswirkungen haben wird – im Vorjahr waren es lediglich 37 Prozent.
Kommunikation verbessern, Zusammenarbeit stärken
Insgesamt geht es den Unternehmen offenbar vor allem darum, die Kommunikation und Zusammenarbeit zu verbessern. Das gaben 76 Prozent der Befragten an.
Weitere Motive für den Einsatz von Social-Collaboration-Tools folgen erst mit einigem Abstand. Dies sind unter anderem: Das Verfügbarmachen von implizitem Wissen (47 Prozent), Verbesserungen beim Speichern von Wissen und Informationen (39 Prozent) sowie die Steigerung der Produktivität (38 Prozent).
"Lücke zwischen Erwartung und Umsetzung"
Beim Erreichen dieser Ziele scheinen die meisten Unternehmen derzeit einigermaßen erfolgreich zu sein. "Es klafft allerdings eine mehr oder weniger große Lücke zwischen Erwartung und Umsetzung", merkt Perty an. "Deshalb kann es nicht verwundern, dass zwar 70 Prozent der Unternehmen ihre Enterprise-2.0-Maßnahmen als erfolgreich beurteilen – allerdings nur zehn Prozent als sehr erfolgreich." Ein Umstand, der besonders die obere Führungsriege ärgern dürfte. Denn laut der Studie ist heute im Vergleich zu den Vorjahresuntersuchungen verstärkt die Geschäftsführung für das Thema Enterprise 2.0 verantwortlich. Hier fehlt es jedoch offenbar noch an Weitsicht: Laut der Studie hat derzeit nur ein knappes Viertel der Unternehmen, die sich mit Social Collaboration befassen, eine Enterprise-2.0-Strategie.
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