Offenbar missachtet das Controlling die Faktoren zur Vielfalt
In der Studie "Globale Diversity 2012 und Kommunikation" von Thomessen Communications wird bestätigt, dass immer noch sehr häufig der Lösungsweg "Learning by Doing" in einem Unternehmen bevorzugt wird, statt zielgerichtet und differenziert die Chancen und Herausforderungen im Diversity Management strategisch umzusetzen.
Die Studienautoren schließen daraus, dass offensichtlich im Unternehmenscontrolling Positionen wie Prioritätenmanagement, Reputationsverlust, Produktivitätsschäden oder die Ermittlung von Opportunitätskosten aufgrund mangelnder Fachkräfte fehlen.
Unter Diversity Management verstehen viele nur Frauenförderung
Paradoxerweise wissen Unternehmen, worauf es im internationalen Geschäftsumfeld ankommt, setzen jedoch Maßnahmen und Schritte nicht hinreichend um. Erfolgreiche Organisationen bauen laut Thomessen Communications bereits auf eine Vertrauenskultur mit wertschätzender Kommunikation, Empathie, Toleranz und Anerkennung der individuellen Leistung. Dennoch wird unter "Diversity Management" vielfach nur die berechtigte Frauenförderung verstanden.
Voraussetzungen für die Vielfalt im Unternehmen schaffen
"Diversity und Kommunikation muss vor Ort mit Mitarbeitern und Kooperationspartnern differenziert gemanagt werden, sodass die verschiedenen Anspruchsgruppen individuell unterstützt werden", erklärt Astrid Thomessen. Dafür gebe es Betreuungsmodelle für Mitarbeiter oder eine gestärkte Verantwortungskultur. Als Schlüsselkompetenzen, auf die sich Unternehmen offenbar zu wenig fokussierten, nennt die Untersuchung:
- Kommunikativen und interkulturellen Kompetenzen,
multi- und soziokulturelle Führung,
wertschätzende Haltung anderen Wertvorstellungen gegenüber und
Empathie.
Über die Studie
Im Sommer 2012 hat Thomessen Communications stichprobenartig die Umfrage bei 200 kleineren, mittleren und großen Organisationen und Unternehmen erhoben.
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