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| Big Data

HR verweigert sich

Personaler wollen den Ruf nicht hören: Nur ein kleiner Teil nutzt Big Data für HR-Zwecke.
Bild: Haufe Online Redaktion

Personaler, die Big Data beherrschen, sind im Vorteil: Das Talent Management erhält eine valide Basis, Vergütungsstrategien können aktuelle Grundbedingungen wie künftige Entwicklungen mit einbeziehen. Tatsächlich aber wird Big Data in HR kaum genutzt – das zeigt eine Studie.

Wie aktiv und erfolgreich sind Betriebe beim Einsatz von Big Data, also der Gewinnung und Nutzung von Erkenntnissen aus der Analyse großer Datenmengen? Eine Trendstudie von Spring Messe Management, der Humboldt-Universität zu Berlin und IQP ist dieser Frage nachgegangen und kommt zu einem alarmierenden Ergebnis: Zwar sind die Möglichkeiten von Big Data den meisten HR-Verantwortlichen (69 Prozent) zumindest grob bekannt – die Nutzung wird aber noch stark vernachlässigt.

Big Data im HR-Bereich kaum genutzt

Von den mehr als 250 befragten Personalern, Beratern und Führungskräften konnten nur 31 Prozent Big Data in Bezug auf HR einen zumindest mittleren Stellenwert im eigenen Unternehmen bescheinigen. Die Personalabteilung selbst sahen nur neun Prozent eher stark oder stark involviert in Big-Data-bezogene Aktivitäten. Tatsächlich von HR in einem Projekt genutzt wurde Big Data bisher lediglich bei 15 Prozent der Befragten. Auf die Frage, welche Hinderungsgründe es für Big-Data-Ansätze in HR gibt, nannten die Teilnehmer insbesondere fehlendes Personal mit Big-Data-Kompetenzen, das Fehlen von nötigen Tools und die  geringen Budgets.

Künftige Einsatzfelder: Personalauswahl, Personalentwicklung und BGM

In der Zukunft sehen die Befragten dennoch größere Einsatzfelder für Big Data: In den von den Befragten als zentrale Anwendungsfelder identifizierten Bereichen Personalauswahl und -entwicklung prognostizieren diese einen Bedeutungszuwachs von im Schnitt fünf Prozent (Personalauswahl) bis 18 Prozent (Mitarbeiterbindung). Betriebliches Gesundheitsmanagement (plus 15 Prozent) und Performance Management (plus 14 Prozent) gehören gemäß der Einschätzung der Unternehmensvertreter ebenfalls zu den Zukunftsthemen.

Weitere Ergebnisse der Studie und einen Ausblick, was HR insbesondere im Hinblick auf die Potenzialanalyse von Bewerbern und Mitarbeitern besser machen könnten, finden Sie in der nächsten Ausgabe des Personalmagazins (Heft 05/ 2015). Ab dem 20. April können Sie sich die Ausgabe hier als App auf Ihr Tablet downloaden.

Haufe Online Redaktion

Big Data, Personalauswahl, Talent Management

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