Beschäftigte wollen Energie sparen
Ein gemeinsames Ziel von Arbeitgebern und Beschäftigten für den Herbst ist es, einen Beitrag zur Überwindung der Energiekrise im Herbst und Winter zu leisten. Das bestätigt eine gemeinsame Umfrage von Stellenanzeigen.de und der Königsteiner Gruppe, an der im August 2022 insgesamt 1.025 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer teilnahmen.
Hohe Bereitschaft zum Energiesparen bei der Arbeit
40 Prozent der Mitarbeitenden wurden bereits von ihren Arbeitgebern zu einem sparsamen Umgang mit Energie am Arbeitsplatz aufgefordert. Das trifft auf offene Ohren bei vielen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern: 53 Prozent sehen energetische Einsparpotenziale an ihrem Arbeitsplatz. Dieses Potenzial möchten sie auch bereitwillig erschließen: 64 Prozent der Beschäftigten planen, ab sofort besonnener und bewusster mit dem Verbrauch von Strom, Wärme oder Kälte im Büro oder an der Produktionsstätte umzugehen. Im privaten Umfeld wollen das 82 Prozent aller Befragten tun.
Wenig Angst vor direkten Konsequenzen für den Job
Zwar zeigen viele Beschäftigte, dass sie das Problem der Energiekrise verinnerlicht haben und auch bereit sind, durch ein verändertes Verhalten zu dessen Überwindung beizutragen – sowohl im Privaten als auch (in etwas geringerem Maße) am Arbeitsplatz. Aber direkte Konsequenzen für die eigene Stelle oder ihren Arbeitgeber fürchten die wenigsten.
Lediglich zwölf Prozent der Befragten sorgen sich um ihren Job aufgrund der Probleme auf dem Energiemarkt. Nur junge Menschen zeigen sich etwas besorgter. Unter den 18- bis 29-Jährigen fürchtet ein Viertel um die eigene Arbeitsstelle aufgrund der aktuellen Entwicklungen. Allerdings planen auch "nur" 53 Prozent von ihnen, deshalb zukünftig bewusster Energie zu verbrauchen – elf Prozentpunkte weniger als der Durchschnitt der Befragten.
Etwas ausgeprägter als die Angst um den eigenen Job ist die Sorge um den eigenen Arbeitgeber: Über alle Altersklassen hinweg befürchten 29 Prozent der Befragten, dass die Energiekrise den Unternehmenserfolg gefährden könnte.
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