Aufgabenverteilung ist wichtig für die Arbeitgeberattraktivität
Zwei von drei Befragten der 1.100 Befragten geben den Lohn als wichtigsten Attraktivitätsfaktor an. 53 Prozent sehen Wertschätzung als wichtig an. Die Tendenz im dritten Quartal 2012 ist jedoch rückläufig. Steigend hingegen und wichtiger geworden für die Beschäftigten ist die Aufgabenverteilung und Definition der Kompetenzen mit 48 Prozent. Im ersten Halbjahr kam dieser Wert nicht über die 45-Prozent-Marke. Mehr Augenmerk legten die Beschäftigten auch wieder auf gute Sozialleistungen des Arbeitsgebers und regelmäßige Weiterbildung. Beide Werte verzeichneten einen leichten Anstieg um drei beziehungsweise zwei Prozentpunkte.
"Es ist nachvollziehbar, dass der Faktor "Klare Aufgabenverteilung und Definition der Kompetenzen" bei den deutschen Berufstätigen an Attraktivität gewinnt", so Stefan Polak, Vorstand der Job AG. "Kontinuität und das Wissen, was jeder einzelne zu tun hat und welchen Beitrag man zum Ganzen, zum Erreichen der Unternehmensziele leistet, helfen in unsicheren Zeiten. Im letzten Quartal konnten wir noch einen Anstieg des Faktors "Wertschätzung" verzeichnen, nun sinkt dieser Wert ebenso wie die angemessene Bezahlung. Es bleibt abzuwarten, wie die Aspekte sich im letzten Jahresviertel verschieben werden. Das wird sicherlich auch von der Wirtschaftsentwicklung im Euro-Raum beeinflusst."
Auch andere Faktoren haben sich im dritten Quartal verändert: Die Bedeutung flexibler Arbeitszeitmodelle stieg noch im ersten Halbjahr 2012 an und stagniert nun bei 31 Prozent. Eine schnelle und transparente Informationspolitik ist mit 16 Prozent weiterhin ebenso stabil positioniert. Der Faktor variable Gehaltsbestandteile verzeichnet im dritten Quartal als Attraktionsfaktor einen leichten Rückgang auf fünf Prozent und liegt damit wieder auf Jahresanfangsniveau.
Harmonie zwischen Männern und Frauen
Erstmals seit Beginn der Befragung herrscht zwischen den Geschlechtern keine Diskrepanz, was den Attraktivitätsfaktor angemessene Bezahlung angeht. So gaben sowohl die männlichen als auch die weiblichen Beschäftigten diesen Wert mit 67 Prozent an. Einzig der Ausgangspunkt ist unterschiedlich: Bei den Männern sinkt der Wert um drei Prozentpunkte, bei den Frauen steigt er um einen. Auch sonst herrscht bei den auf Platz zwei und drei folgenden Aspekten eine große Harmonie zwischen den Geschlechtern.
Über die Studie
Die Job AG befragt seit 2008 in jedem Quartal über 1.100 deutsche Berufstätige repräsentativ zu ihrer Zufriedenheit am Arbeitsplatz und nunmehr zum fünften Mal in Folge mittels Zusatzfrage zur Attraktivität des Arbeitsplatzes. Hierbei können die Befragten aus acht Faktoren auswählen. Mehrfachnennungen sind möglich.
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