Einnahmen von Bund, Ländern und Kommunen gestiegen
Zum Öffentlichen Gesamthaushalt gehören die Kern- und Extrahaushalte von Bund, Ländern, Gemeinden/Gemeindeverbänden und Sozialversicherung. Die Ausgaben erhöhten sich um 3,5 % auf 688,6 Milliarden Euro. Die Angaben beziehen sich auf vorläufige Ergebnisse der Kern- und Extrahaushalte der vierteljährlichen Kassenstatistik. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, errechnet sich hieraus für die erste Jahreshälfte 2018 ein kassenmäßiger Finanzierungsüberschuss – in Abgrenzung der Finanzstatistiken – von 26,8 Milliarden Euro. Im ersten Halbjahr des Vorjahres hatte der Überschuss 6,3 Milliarden Euro betragen.
Zuwachs vor allem bei Einkommen- und Körperschaftsteuer
Zum Wachstum der öffentlichen Einnahmen im ersten Halbjahr 2018 hat wesentlich beigetragen, dass die Einnahmen aus Steuern und steuerähnlichen Abgaben gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 5,9 % auf insgesamt 635,2 Milliarden Euro zugenommen haben. Sie stiegen beim Bund um 6,4 % und bei den Ländern um 6,7 % – vor allem aufgrund höherer Einnahmen aus der Einkommen- und Körperschaftsteuer. Der Zuwachs bei den kommunalen Steuereinnahmen betrug 5,1 %. Die Beitragseinnahmen der Sozialversicherung, die zu den steuerähnlichen Abgaben zählen, erhöhten sich um 4,1 % auf 258,4 Milliarden Euro.
Finanzierungsüberschuss des Bundes von 10,4 Milliarden Euro
Der Bund erzielte in der ersten Jahreshälfte 2018 einen Finanzierungsüberschuss von 10,4 Milliarden Euro. Seine Einnahmen stiegen im ersten Halbjahr 2018 gegenüber dem ersten Halbjahr 2017 um 7,3 % auf insgesamt 194,6 Milliarden Euro. Die Ausgaben des Bundes nahmen um 2,7 % auf 184,2 Milliarden Euro zu.
Finanzierungsüberschuss der Länder von 17,1 Milliarden Euro
Auch bei den Ländern übertraf der Zuwachs bei den Einnahmen (+6,4 % auf 204,3 Milliarden Euro) deutlich den Anstieg bei den Ausgaben (+0,5 % auf 187,2 Milliarden Euro). Die Länder wiesen damit im ersten Halbjahr 2018 einen Finanzierungsüberschuss von 17,1 Milliarden Euro aus.
Bei den Gemeinden und Gemeindeverbänden stiegen die Einnahmen um 4,8 % auf 123,5 Milliarden Euro und die Ausgaben um 4,7 % auf 122,7 Milliarden Euro. Damit errechnet sich für die Gemeinden und Gemeindeverbände in der ersten Jahreshälfte 2018 ein Finanzierungsüberschuss von 0,8 Milliarden Euro.
Die Sozialversicherung hatte im ersten Halbjahr 2018 ein Finanzierungsdefizit von 1,5 Milliarden Euro. Ihre Einnahmen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,8 % auf 320,3 Milliarden Euro und die Ausgaben um 3,7 % auf 321,8 Milliarden Euro.
-
Länderfinanzausgleich erreicht Rekordhöhe – Bayern fordert Reformen
80
-
Umsatzsteuerrecht für Kommunen - Rechtsstand
17
-
Kommunale Forderungen und Forderungsmanagement
14
-
Kommunen fordern Reformen und einen höheren Anteil bei der Umsatzsteuer
10
-
Rekorddefizit von 24,8 Milliarden Euro: Kommunen kämpfen mit explodierenden Kosten
10
-
Juristische Personen des öffentlichen Rechts als Unternehmer
8
-
Ausgaben für Pensionen steigen: Mehr Pensionärinnen und Pensionäre bei Ländern und Kommunen
7
-
„Schweizer Modell“ und „Beschleunigungsgesetz“: Viel Neues im Vergaberecht
7
-
Umsatzbesteuerung der Leistungen der öffentlichen Hand
7
-
Kommunale Insolvenz
61
-
Kommunen fordern Reformen und einen höheren Anteil bei der Umsatzsteuer
02.03.2026
-
Outsourcing von Forderungsmanagement
20.01.2026
-
Kommunale Forderungen und Forderungsmanagement
20.01.2026
-
Interkommunale Kooperation im Forderungsmanagement
20.01.2026
-
Optimierung der Geschäftsprozesse und Workflows
20.01.2026
-
Ausgaben für Pensionen steigen: Mehr Pensionärinnen und Pensionäre bei Ländern und Kommunen
18.12.2025
-
Rostock muss Defizit bei Personalkosten ausgleichen
21.11.2025
-
„Schweizer Modell“ und „Beschleunigungsgesetz“: Viel Neues im Vergaberecht
04.11.2025
-
Rekorddefizit von 24,8 Milliarden Euro: Kommunen kämpfen mit explodierenden Kosten
30.07.2025
-
Länderfinanzausgleich erreicht Rekordhöhe – Bayern fordert Reformen
29.07.2025