Regierung begräbt endgültig Streit um Beamtenbesoldung
Die rot-grüne Regierung von Rheinland-Pfalz hat endgültig den Streit um die Beamtenbesoldung begraben. Der Ministerrat beschloss laut Staatskanzlei am Dienstag in Mainz einen Gesetzentwurf zur Übernahme des bundesweiten Tarifabschlusses für die Angestellten im öffentlichen Dienst für die Landesbeamten. Regierungschefin Malu Dreyer (SPD) hatte das schon vorher zugesagt - vorbehaltlich günstiger Steuereinnahmen und geeigneter Tarifergebnisse.
Wie bei den Angestellten im öffentlichen Dienst sollen die Bezüge der Landesbeamten rückwirkend zum 1. März um 2,1 Prozent steigen. Am 1. März 2016 folgt eine zweite Erhöhung um weitere 2,3 Prozent mit einem Mindestbetrag von 75 Euro. Der Gesetzentwurf geht nun in die Anhörung der zuständigen Verbände und kommt anschließend in den Landtag.
Finanzministerin Doris Ahnen (SPD) sagte: «Der öffentliche Dienst in unserem Land bringt gute Leistung. Die Entwicklung des Haushalts ermöglicht uns, diesen Schritt verantwortungsvoll zu gehen.»
Rheinland-Pfalz ist hoch verschuldet. Rot-Grün hatte daher die Besoldung von Polizisten, Lehrern und anderen Beamten erst gedeckelt: Sie bekamen nur ein Prozent mehr Geld pro Jahr. Das rief viel Protest hervor. Kritiker hielten die einstige Regelung für verfassungswidrig.
Die CDU-Opposition urteilte denn auch am Dienstag, Dreyer sei in Wahrheit von der Angst getrieben, vor dem Verfassungsgerichtshof in Koblenz Schiffbruch zu erleiden. Dennoch sei ein Ende der «Flickschusterei» bei der Beamtenbesoldung gut. DGB-Landeschef Dietmar Muscheid hingegen teilte der Deutschen Presse-Agentur mit: «Gute Arbeit hat ihren Wert.» Daher begrüße er, dass die Landesregierung zu ihrer jüngeren Zusage stehe, die Beamtenbesoldung anzuheben.
-
Besoldungsanpassung für Landesbeamte: Das planen die Bundesländer
9.018
-
Jahressonderzahlung nach TVöD und TV-L
1.1911
-
Besoldungsanpassung für Landesbeamte nach der TV-L-Tarifrunde 2023 abgeschlossen
4246
-
Stufenzuordnung nach TV-L bei Einstellung: Anerkennung von Berufserfahrung
204
-
Lohnpfändung bei Überlassung eines Dienstwagens
154
-
Keine Kürzung des Leistungsentgelts wegen Arbeitsunfähigkeit
122
-
Stufenlaufzeit bei Korrektur einer Eingruppierung
116
-
Tausende Widersprüche gegen Beamtenbesoldung in Hessen
97
-
Bundeskabinett beschließt Abschlagszahlungen für Bundesbeamte
78
-
Ungenutztes Potenzial gegen Fachkräftemangel im öffentlichen Dienst
74
-
Erste Tarifeinigungen im öffentlichen Personennahverkehr
11.03.2026
-
Berliner Hochschulen fordern Finanzierung der Hauptstadtzulage
09.03.2026
-
Besoldungsanpassung für Landesbeamte: Das planen die Bundesländer
26.02.2026
-
Amtsgerichtsdirektor mit Besoldungsklage erfolglos
10.02.2026
-
Eingruppierung einer medizinischen Fachangestellten
05.02.2026
-
Beschäftigte der Humboldt-Universität und der Freien Universität Berlin bekommen Hauptstadtzulage
19.01.2026
-
Vergütung für Umkleidezeiten im Rahmen von Entgeltfortzahlung bei Urlaub und Krankheit
08.01.2026
-
Berliner Landesmindestlohn steigt auf 14,84 Euro pro Stunde
11.12.2025
-
Im Reisekostenrecht beträgt die "geringe Entfernung" höchstens zwei Kilometer
10.12.2025
-
Richterbesoldung in Thüringen verfassungswidrig?
10.11.2025