Atemwegsinfektion bei Erzieherin ist keine Berufskrankheit
Das Gericht beschäftigte sich mit dem Fall einer Erzieherin, die in einem Heim für Kinder mit Behinderung arbeitet.
Erzieherin hatte Körperkontakt zu Kindern
Die Tätigkeit der Erzieherin bestand darin, die Kinder zu füttern, zu wickeln und zu katheterisieren sowie den Darm manuell zu entleeren. Im Dezember 2005 ergab sich bei der Frau aufgrund einer Laboruntersuchung ein serologischer Hinweis auf eine aktive Infektion mit Chlamydia pneumoniae. Die 49-Jährige aus dem Landkreis Waldeck-Frankenberg hatte ihre Beschwerden darauf zurückgeführt, dass sie sich im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit angesteckt habe. Die Frau litt an Fieberschüben, Abgeschlagenheit und gehäuften Infekten der Atemwege.
LAG: Bakterien sind allgemein verbreitet - keine erhöhte Infektionsgefahr bei der Tätigkeit
Die Frau sei in ihrer Tätigkeit keiner besonders erhöhten Infektionsgefahr ausgesetzt, so die Auffassung des hessischen Landesarbeitsgerichts. Die Bakterien Chlamydia pneumoniae seien eine sehr häufige, weltweit verbreitete Ursache für Atemwegs-Infektionen. Die Durchseuchung mit Chlamydia pneumoniae beginnt bereits im Vorschulalter und beträgt im 6. Lebensjahrzehnt für Frauen über 50% und für Männer über 70%. Die erforderliche besondere Infektionsgefahr lasse sich nicht auf die Übertragungsgefahr bei den von der Erzieherin ausgeübten Tätigkeiten zurückführen, so das Gericht.
Auch die Berufsgenossenschaft hatte die Anerkennung als Berufskrankheit abgelehnt.
Eine Revision wurde nicht zugelassen (Hessisches LAG, Urteil v. 25.8.2015, L 3 U 54/11).
-
Besoldungsanpassung für Landesbeamte: Das planen die Bundesländer
9.018
-
Jahressonderzahlung nach TVöD und TV-L
1.1911
-
Besoldungsanpassung für Landesbeamte nach der TV-L-Tarifrunde 2023 abgeschlossen
4246
-
Stufenzuordnung nach TV-L bei Einstellung: Anerkennung von Berufserfahrung
204
-
Lohnpfändung bei Überlassung eines Dienstwagens
154
-
Keine Kürzung des Leistungsentgelts wegen Arbeitsunfähigkeit
122
-
Stufenlaufzeit bei Korrektur einer Eingruppierung
116
-
Tausende Widersprüche gegen Beamtenbesoldung in Hessen
97
-
Bundeskabinett beschließt Abschlagszahlungen für Bundesbeamte
78
-
Ungenutztes Potenzial gegen Fachkräftemangel im öffentlichen Dienst
74
-
Erste Tarifeinigungen im öffentlichen Personennahverkehr
11.03.2026
-
Berliner Hochschulen fordern Finanzierung der Hauptstadtzulage
09.03.2026
-
Besoldungsanpassung für Landesbeamte: Das planen die Bundesländer
26.02.2026
-
Amtsgerichtsdirektor mit Besoldungsklage erfolglos
10.02.2026
-
Eingruppierung einer medizinischen Fachangestellten
05.02.2026
-
Beschäftigte der Humboldt-Universität und der Freien Universität Berlin bekommen Hauptstadtzulage
19.01.2026
-
Vergütung für Umkleidezeiten im Rahmen von Entgeltfortzahlung bei Urlaub und Krankheit
08.01.2026
-
Berliner Landesmindestlohn steigt auf 14,84 Euro pro Stunde
11.12.2025
-
Im Reisekostenrecht beträgt die "geringe Entfernung" höchstens zwei Kilometer
10.12.2025
-
Richterbesoldung in Thüringen verfassungswidrig?
10.11.2025