Start ins digitale Mietzeitalter
Am Sonnenbühl in Bad Dürrheim hat die Baugenossenschaft Familienheim eG drei moderne Bauten mit insgesamt 50 Wohneinheiten erstellt – licht, ansprechend und zukunftsfähig. Denn jede Wohneinheit ist als Smart Home konzipiert und mit intelligenter Heizungs-, Licht- und Jalousiesteuerung ausgestattet.
Gesteuert wird das smarte Zuhause zunächst über KNX-Taster, ohne dass ein Tablet oder Smartphone benötigt wird. Das nimmt die Scheu vor der Technik. Trotzdem lassen sich selbst komplexe Lichtszenarien, Raumtemperatureinstellungen und Jalousiepositionen über die Taster abrufen. Wer mehr will, kann sein Smart Home nach seinen eigenen Wünschen aufrüsten: Von der Steuerung über das Smartphone oder per Sprachbefehl bis zur Einbindung von Internetdiensten und intelligenten Haushaltsgeräten ist alles möglich.
Bereits diese smarte Grundausstattung kann einen wesentlichen Beitrag zur Energieeinsparung leisten und ist die Basis für künftige energetische Entwicklungen. Sie ist als offenes System konzipiert, jederzeit erweiterbar und damit absolut zukunftsfähig. Das Einsteiger-Smart Home ist nicht nur hinsichtlich des energetischen Aspekts interessant, sondern erhöht auch den Wohnkomfort und die Sicherheit. Zudem ist es eine Voraussetzung dafür, dass die Wohnungen später einmal in eine digitale Gebäudestruktur eingebunden werden können. Das kann gänzlich neue Geschäftsfelder im Bereich digitale Mieterservices eröffnen, den administrativen Aufwand auf der Unternehmensseite verschlanken und Prozesse optimieren.
Doch das sind nicht die einzigen Gründe, warum sich die Familienheim eG zu diesem Novum entschieden hat. „Als Genossenschaft haben wir tendenziell eine ältere Mieterklientel. Mit der smarten Ausstattung sprechen wir jetzt ganz neue Zielgruppen an: jüngere und anspruchsvollere Menschen. Natürlich realisieren wir auch andere Mieten“, erklärt Matthias Mager, der bei der Familienheim eG den Bereich Vermietung leitet. Das Ziel sei eine gesunde Durchmischung, um genossenschaftliches Wohnen auch für jüngere Menschen attraktiv zu machen, so Matthias Mager.
Grünes Licht für Smart Home in vermieteten Wohnanlagen?
Ganz so einfach ist die Sache nicht, denn da ist und bleibt die Scheu der Mieter vor der modernen Technik. „Wenn wir dem Mieter die Chance geben, zu erfahren, welchen Gewinn an Komfort und Sicherheit ein Smart Home auch über den energetischen Nutzen hinaus bietet, wäre die Nachfrage nach intelligenter Technik im Mietwohnbereich deutlich stärker“, sagt Ursula Keller. Sie betreut bei Hager die Branche Wohnungswirtschaft.
Bei der Familienheim eG aus Villingen-Schwenningen ist man von dem Konzept überzeugt. Das nächste intelligente Wohnprojekt ist bereits in Planung.
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