Kapitel 7: Eigenkapital / bb1) § 272 Abs. 1a Satz 1 HGB
 

Tz. 31

Der Nennbetrag der erworbenen eigenen Anteile ist in der Vorspalte offen abzusetzen. Weil das Erwerbsgeschäft selbst beim Fehlen der Voraussetzungen zumeist dinglich wirksam bleibt (§ 71 Abs. 4 Satz 1 AktG, § 33 Abs. 2 Satz 3 1. Halbsatz GmbHG), kommt es auf die Zulässigkeit des Erwerbs zumeist nicht an.[95] Ist ein Nennbetrag nicht vorhanden, ist der rechnerische Wert der Aktien abzusetzen, der dem jeweiligen Anteil am Nennbetrag entspricht. Bsp.: Grundkapital 1 Mio. EUR; Anzahl der Aktien: 250.000; d. h. pro Aktie 4 EUR anteilig am Nennkapital. Werden 10.000 Aktien zu 90.000 EUR zurückerworben, sind 40.000 EUR abzusetzen und 50.000 EUR gem. § 272 Abs. 1a Satz 2 HGB als Unterschiedsbetrag zu verbuchen.

[95] Reiner, in: MüKo-HGB, § 272 HGB Rn. 26.

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