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Änderungen beim Investitionsabzugsbetrag durch das Steueränderungsgesetz 2015

Investitionsabzugsbeträge und deren Auflösung sind dem Finanzamt elektronisch zu übermitteln
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Der Investitionsabzugsbetrag beträgt maximal 40 % der voraussichtlichen Investitionskosten. Mit dem Investitionsabzugsbetrag wird de facto die Abschreibung von beweglichen Wirtschaftsgütern vorgezogen, die noch nicht angeschafft worden sind, aber in den folgenden 3 Jahren angeschafft werden sollen. Welche Änderung ist durch das Steueränderungsgesetz 2015 aktuell erfolgt und ab wann ist sie anzuwenden? Diese Frage beantworten wir heute.

Die Investitionsabzugsbeträge und deren Auflösung sind dem Finanzamt nach amtlich vorgeschriebenen Datensätzen elektronisch zu übermitteln (§ 7g Abs. 1 Nr. 2 EStG n.F.). § 7g verlangt nicht mehr, dass die geplanten Investitionen in ihrer Funktion bezeichnet werden. 

Aber Achtung: Die Finanzverwaltung bestimmt die elektronischen Angaben

Welche Daten nach den amtlich vorgeschriebenen Datensätzen zu übermitteln sind, ergibt sich nicht unmittelbar aus der Gesetzesformulierung. Was in den amtlich vorgeschriebenen Datensätzen zu übermitteln ist, ist gesetzlich nicht definiert

Das heißt, dass letztlich die Finanzverwaltung vorgibt, was zu übermitteln ist. Das bedeutet, dass zu den vorgeschriebenen Datensätzen, die elektronisch zu übermitteln sind, auch die Bezeichnung der geplanten Investitionen gehören können. Genaue Angaben darüber, was in den amtlich vorgeschriebenen Datensätzen  anzugeben ist, liegen derzeit noch nicht vor.

 

Ab wann ist der Investitionsabzugsbetrag elektronisch zu beantragen?

Die elektronische Übermittlung der amtlich vorgeschriebenen Datensätze ist erstmals für Investitionsabzugsbeträge anzuwenden, die für Wirtschaftsjahre gebildet werden, die nach dem 31.12.2015 enden (§ 52 Abs. 16 EStG n.F.) Stimmt das Wirtschaftsjahr mit dem Kalenderjahr überein, ist die elektronische Übermittlung erstmals für den Jahresabschluss 2016 vorzunehmen. 

Das Finanzamt kann zur Vermeidung unbilliger Härten auf die elektronische Übermittlung verzichten. Hierbei handelt es sich um eine Ausnahmeregelung, die regelmäßig nicht in Betracht kommt, wenn der Unternehmer seine Bilanz oder Einnahmen-Überschuss-Rechnung und die Steuererklärungen elektronisch übermittelt.

 

Hier finden Sie mehr Fachinformationen sowie Berechnungs- und Buchungsbeispiele:

>Investitionsabzugsbetrag: Voraussetzungen, Bildung und Auflösung bis 2015

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Wilhelm Krudewig, Steuerberater, Meckenheim / Haufe Online Redaktion

Investitionsabzugsbetrag, Jahresabschluss