(1) 1Der erschienene Angeklagte darf sich aus der Verhandlung nicht entfernen. 2Der Vorsitzende kann die geeigneten Maßregeln treffen, um die Entfernung zu verhindern; auch kann er den Angeklagten während einer Unterbrechung der Verhandlung in Gewahrsam halten lassen.

 

(2) Entfernt der Angeklagte sich dennoch oder bleibt er bei der Fortsetzung einer unterbrochenen Hauptverhandlung aus, so kann diese in seiner Abwesenheit zu Ende geführt werden, wenn er über die Anklage schon vernommen war,[1] das Gericht seine fernere Anwesenheit nicht für erforderlich erachtet und er in der Ladung darauf hingewiesen worden ist, dass die Verhandlung in diesen Fällen in seiner Abwesenheit zu Ende geführt werden kann[2].

[1] Geändert durch Gesetz zur Stärkung des Rechts des Angeklagten auf Anwesenheit in der Verhandlung. Anzuwenden ab 21.12.2018.
[2] Eingefügt durch Gesetz zur Stärkung des Rechts des Angeklagten auf Anwesenheit in der Verhandlung. Anzuwenden ab 21.12.2018.

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