Erklärung zur Unternehmensf... / 3.5 Angaben zur Frauen-/Männerquote
 

Rz. 11

Durch das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst[1] wurde dem § 76 AktG ein Abs. 4 angefügt, wonach der Vorstand von Gesellschaften, die börsennotiert sind oder der Mitbestimmung unterliegen, in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands Zielgrößen für den Frauenanteil festzulegen hat. Dabei dürfen, sofern der Frauenanteil bei Festlegung der Zielgrößen unter 30 % liegt, die Zielgrößen des jeweils erreichten Anteils nicht mehr unterschritten werden. Weiter sind Fristen zur Erreichung der Zielgrößen festzulegen, die nicht länger als 5 Jahre sein dürfen. Ebenfalls wurde mit dem o. g. Gesetz § 111 Abs. 5 AktG eingefügt, nachdem der Aufsichtsrat für den Frauenanteil in Vorstand und Aufsichtsrat Zielgrößen festzulegen hat. Von börsennotierten Aktiengesellschaften ist nach § 289f Abs. 2 Nr. 4 HGB in der Erklärung zur Unternehmensführung anzugeben, die Festlegung der Frauenquoten der 1. und 2. Führungsebene und ob die nach §§ 76 Abs. 4, 111 Abs. 5 AktG festgelegten Zielgrößen während des Bezugszeitraums erreicht wurden, und wenn nicht, aus welchen Gründen.

Gemäß § 289f Abs. 2 Nr. 5 HGB ist in die Erklärung zur Unternehmensführung bei börsennotierten AG und SE, für die die zwingende Frauenquote von 30 % gilt, die Angabe zu implementieren, ob die Gesellschaft bei der Besetzung des Aufsichtsrats mit Frauen und Männern jeweils Mindestanteile im Bezugszeitraum eingehalten hat. Auch hier sind im Falle einer Nichterreichung die Gründe dafür anzugeben.

[1] BGBl 2015 I  S. 642.

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