Planung

Zusammenfassung

 

Begriff

Planung bedeutet, Entscheidungen über die Gestaltung der Zukunft zu treffen. Dazu zählen folgende Festlegungen:

  • Das Ziel: Was soll erreicht werden?
  • Der Weg dahin: Welche Maßnahmen sollen umgesetzt werden?
  • Die Ergebnisermittlung: Wie wird die Zielerreichung ermittelt?

Grundsätzlich unterscheidet man die kurzfristige bzw. operative Planung (oft als Budgetierung bezeichnet) und die langfristige bzw. strategische Planung. Beide Planungen müssen miteinander vernetzt werden und sich gegenseitig ergänzen. Planung ist neben Kontrolle und Steuerung ein Bestandteil des Controlling-Regelkreises.

1 Allgemeine Grundsätze

Ziel der Unternehmensplanung ist die Erkennung und Lösung von Zukunftsproblemen. In diesem Sinne ist die Planung ein permanenter Prozess, da Probleme und Gegebenheiten einem ständigen Wandel unterworfen sind. Um die Planung effektiv durchführen zu können, sind einige allgemeine Grundsätze zu beachten:

Zielorientierung

Die Zielvereinbarung ist die erste Voraussetzung, die gegeben sein muss. Erst nach Vereinbarung und Bekanntgabe eines oder mehrerer Unternehmensziele können die betroffenen Abteilungen mit der Planung beginnen. Die Aktivitäten müssen dann jeweils auf die Zielsetzung fokussiert werden. Zielsetzungen könnten z. B. sein: Umsatzsteigerung von 5 % oder Rentabilitätssteigerung von 10 %. Entscheidend ist, dass Ziele fest formuliert werden und konkrete Zielgrößen vorliegen! Im kurzfristigen Bereich werden meist konkrete Umsatz-, Kosten-, Gewinn- und Liquiditätsziele benannt. Im langfristigen Bereich geht es mehr um Steigerungsraten von z.B. Marktanteilen, Kundenzahlen oder Produktinnovationen.

Zukunftsbezogenheit

Hiermit ist die Erkennung kommender Chancen und Schwächen gemeint. Die Einleitung notwendiger Maßnahmen zur Nutzung der Potenziale und Verhinderung von Risiken sollte insbesondere im Rahmen der strategischen Planung erfolgen.

Prozessorientierung

Unter Prozess versteht man die Kette aller Aktivitäten, die zur Erbringung der Unternehmensleistung erforderlich ist. Somit ist es Aufgabe der Planung, sich an den individuellen Prozessen der Leistungserstellung zu orientieren. Auch die Teilpläne untereinander stehen in gegenseitiger Verbindung, so dass eine permanente Rückkoppelung (Feedback) innerhalb der Planung erforderlich ist.

Engpassorientierung

Eine der Hauptaufgaben der strategischen Planung ist die Konzentration auf Faktoren, die die Entwicklung des Betriebes besonders behindern. Es gibt in jedem Unternehmen einen oder mehrere Engpässe, die, nachdem sie mit Prioritäten versehen sind, sukzessive beseitigt werden müssen.

Grundlage für die Unternehmenssteuerung

Planung ist der wichtigste Baustein für eine erfolgreiche Unternehmenssteuerung. Mithilfe der Planung werden Ziele formuliert, die man in der Zukunft erreichen möchte. Damit ist es nicht nur möglich, die knappen Ressourcen im Betrieb zu bündeln und fokussiert einzusetzen. Man kann regelmäßig durch Plan-Ist-Vergleiche überprüfen, ob man seine Ziele erreicht hat. Ist das nicht der Fall, können gezielt und kurzfristig Maßnahmen umgesetzt werden, um den Planwerten möglichst nahe zu kommen. Nur wenn ein Unternehmen weiß, wohin der Weg führt, ist es auch möglich, die relevante Umwelt zu beobachten. z.B. was Wettbewerber machen oder welche Entwicklungen in Technik und Gesellschaft Einfluss auf den eigenen Betrieb haben können. Diese Informationen wiederum können analysiert und in den eigenen Planungsprozess eingebunden werden.

2 Operative Planung

Die operative Planung ist eine kurzfristige Planung, die sich auf das kommende, maximal auf das übernächste Geschäftsjahr, erstreckt.

Alle Abteilungen, die von der Planung betroffen sind, z.B. Vertrieb, Produktion, Einkauf, Personal, F&E, erstellen sogenannte Teilpläne. Aus diesen Teilplänen wird die Gesamtplanung des Unternehmens für das kommende Geschäftsjahr erarbeitet. Kennzeichen der operativen Planung ist der ausgeprägte Detaillierungsgrad und die "Zahlenorientierung". Alle wichtigen Daten, z. B. Absatzmengen, Preise, Konditionen, Materialverbrauch und -kosten, Personalkosten, sonstige Kosten (u.a. Raumkosten, Werbung, Abschreibungen, Energien), Ergebnisplan oder Investitionen, werden schriftlich festgehalten. Um eine noch genauere Ausgangsbasis zu erhalten, werden die Jahreswerte auf Monate verteilt.

 

Praxis-Tipp

Nicht alle Positionen linear auf die Monate verteilen

Sie sollten bei der Umrechnung der operativen Planwerte auf Monatswerte beachten, dass wichtige Größen nicht einfach durch zwölf geteilt werden können. Die Werte müssen pro Monat individuell geplant werden. Gegebenheiten wie saisonale Umsatzsprünge, Urlaubszeiten, Kundengewohnheiten u. a. müssen in die Verteilung nach Monaten mit einfließen. Das betrifft vor allem Umsätze, Materialeinsatz und Personalkosten. Die restlichen Kosten können meist relativ konstant auf Monate verrechnet werden.

Planungszeitraum

Die operative Planung beginnt in den meisten Unternehmen zwischen August und September. Die Planung sollte bis Ende November/Anfang Dezember erarbeitet, von der Geschäftsleitung ve...

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