Objectives and Key Results ... / 1.3 OKR im Gegenstromverfahren festlegen

Die OKRs führen zu einer gewissen Dezentralisierung der Strategie-Umsetzung indem sie ca. 50 % der OKRs Bottom up festlegen lassen. Das heißt, es findet kein reines Diktieren der OKRs in die Organisation satt, es wird jedoch stark auf die strategische Relevanz der OKRs geachtet. Durch diese Dezentralisierung der OKR-Festlegung wird die Umsetzung der Strategien beschleunigt, da die Entscheidungen nicht von der Zentrale genehmigt werden müssen. Dies bedingt unter anderem eine stärkere Verantwortung in den dezentralen Einheiten einer Organisation und stellt eine Abkehr vom Top-down geprägten Führungsstil dar. Dies geht einher mit einer starken Verantwortungskultur in den Unternehmen. Insofern ist die Einführung von OKRs in vielen Unternehmen mit einem kulturellen Wandel und insbesondere einem Wandel im Führungsstil verbunden. Die damit verbundenen Herausforderungen im Zuge eines Change Management Prozesses dürfen nicht unterschätzt werden.

Die Schnelligkeit in der Strategie-Umsetzung wird durch kurze Zyklen weiter unterstützt, die ein schnelles Feedback, das organisationale Lernen und die Agilität fördern. Die OKRs werden grundsätzlich für einen kurzen Zeitraum gesetzt, zum Beispiel drei Monate. Nach diesem Zyklus wird der Fortschritt anhand der Key Results aus der eigenen Perspektive bewertet. Basierend auf diesen Ergebnissen werden die OKRs für den nächsten Zyklus angepasst und verabschiedet. Somit steht das Lernen und der Fortschritt bei der Umsetzung der Maßnahmen im Zentrum der Steuerung und nicht die Analyse der Plan-Ist Abweichung aus der Vergangenheit, wie sie bei einer traditionellen Steuerung über Budgets überwiegt.

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