Die rechtzeitige Verfügbarkeit von aussagekräftigen Informationen zur Steuerung gehört zu den zentralen Erfolgsfaktoren unternehmerischer Tätigkeit. Das betriebliche Berichtswesen bzw. Reporting leistet dazu einen maßgeblichen Beitrag. Es umfasst alle Einrichtungen, Mittel und Maßnahmen eines Unternehmens zur Erarbeitung, Weiterleitung, Verarbeitung und Speicherung von Informationen über den Betrieb und seine Umwelt in Form von Berichten.[1]

Zielorientierte Planung und Steuerung unterstützen

Berichte fassen Informationen für eine vorgegebene Zielsetzung zusammen. Im engeren Sinne umfasst das Berichtswesen damit die Informationsübermittlungsvorgänge an das Management, die diese bei der zielorientierten Planung und Steuerung unterstützen. Dafür wird der Begriff Management Reporting verwendet.[2]

Das Reporting umfasst alle Berichte, die in schriftlicher oder elektronischer Form vorliegen, die systematisch erstellt werden sowie entscheidungsrelevante Informationen enthalten. Es verfolgt drei wesentliche Ziele:[3]

  1. Dokumentation von Ereignissen: Dies bezieht sich auf Ereignisse im Unternehmen als auch in der Unternehmensumwelt. Für bestimmte Daten und Informationen existieren gesetzliche Dokumentationspflichten, z. B. im Rahmen der Rechnungslegung.
  2. Auslösung von Aktivitäten: Die Planberichterstattung bewirkt bei negativer Abweichung im Ist gegenüber dem Soll Gegensteuerungsmaßnahmen. Informationen über das Verhalten der Wettbewerber sind Auslöser für die Einleitung von Veränderungen im Unternehmen. Insofern wird ein Teil der betrieblichen Entscheidungen durch Berichtsinformationen erst angestoßen.
  3. Vorbereitung und Kontrolle von Entscheidungen: Das Berichtswesen begleitet den gesamten betrieblichen Entscheidungsprozess von der Entscheidungsfindung über die Entscheidungsdurchsetzung bis hin zur Entscheidungskontrolle.

Zwar ist die vornehmliche Zielsetzung die Generierung von Informationen zur innerbetrieblichen Weiterleitung an das Management, dennoch kann die Weitergabe der Berichte auch an externe Berichtsempfänger wie Banken, Aktionäre oder Kunden erfolgen. Insofern wird nach den Berichtsempfängern zwischen internem oder externem Reporting unterschieden.

[1] Vgl. Küpper/Friedl/Hofmann/Hofmann/Pedell, 2013, S. 225 und S. 230.
[2] Vgl. Taschner, 2013, insbesondere S. 33 ff.; Weber/Schäffer, 2014, S. 229; Küpper/Friedl/Hofmann/Hofmann/Pedell, 2013, S. 230.
[3] Vgl. hier und im Folgenden Taschner, 2013, S. 57 ff.

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