Kompaktübersicht: Steuerges... / Kindergeld, Kinderfreibetrag
 
Norm Erläuterung Inkrafttreten Änderungsgesetz Verfahrensstand
§ 32 Abs. 4 EStG Die Jahreshöchstgrenze von 7.680 EUR für Einkünfte und Bezüge volljähriger Kinder wird an den jeweils geltenden Grundfreibetrag angepasst werden. Damit steigt die Schwelle im ersten Schritt ab 2010 auf 8.004 EUR an. VZ 2010 Gesetz zur verbesserten steuerlichen Berücksichtigung von Vorsorgeaufwendungen (Bürgerentlastungsgesetz Krankenversicherung) vom 16.7.2009 verkündet am 22.7.2009 im Bundesgesetzblatt Teil I Seite 1959
§§ 32 Abs. 4, 66 EStG

Das Kindergeld steigt für jedes Kind um 20 EUR auf 184, 190 sowie 215 EUR an.

Der Kinderfreibetrag steigt 2010 um 504 auf 4.368 EUR und der Freibetrag für den Betreuungs- und Ausbildungsbedarf um 480 auf 2.640 EUR an. Insgesamt kommt es zu einem Anstieg von 6.024 um 984 auf 7.008 EUR.
VZ 2010 Gesetz zur Beschleunigung des Wirtschaftswachstums (Wachstumsbeschleunigungsgesetz) vom 22.12.2009 verkündet am 30.12.2009 im Bundesgesetzblatt Teil I Seite 3950
§ 4 Abs. 5 StStatG

Bestimmte Angaben zu den Kindern sind von den Familienkassen an das BZSt zu melden. Diese statistische Meldepflicht betrifft die Familienkassen der Bundesagentur für Arbeit des öffentlichen Dienstes. Es wird eine vollständige Erfassung der Familienkassen des öffentlichen Dienstes gewährleistet und so die statistische Lücke in der Kindergeldkinderstatistik des BZSt geschlossen. Das soll die Doppelzahlung von Kindergeld verhindern, was zu einer Steuerhinterziehung führen kann.

Die Fachaufsicht über den Familienleistungsausgleich im BZSt führt 2012 ein verbindliches Authentifizierungsverfahren für alle Familienkassen ein. Um doppeltes Kindergeld (Doppelzahlungsfälle) zu prüfen, gleicht es Kindergeldfestsetzungen zentral miteinander ab. Familienkassen sowie Arbeitgeber mit eigenem Kindergeldabzug im Lohnsteuer-Anmeldeverfahren sind zur Verfahrensteilnahme verpflichtet und müssen sich bis zum 30.9.2012 auf der Internet-Plattform des BZSt anmelden.

Anwendungserlasse:
14.12.2010, Einführung Authentifizierungsverfahren 2012 Jahressteuergesetz 2010 vom 8.12.2010 Verkündet am 13.12.2010 im Bundesgesetzblatt Teil I Seite 1768
  Dienstanweisung zur Durchführung von Steuerstraf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren im Zusammenhang mit dem steuerlichen Familienleistungsausgleich nach dem X. Abschnitt des EStG (DA-FamBuStra) und der dazugehörigen Statistik, BZSt, Schreiben vom 31.5.2012, St II 2 – S 0700 – PB/12/00002      
  Authentifizierungsverfahren: BZSt, Schreiben vom 6.1.2012, St II 2 - S 2280 - PB/11/00001-15, BStBl 2012 I S. 116 und vom 13.7.2012, St II 2 -S 2280-PB/12/00013      
§ 32 Abs. 4 Satz 2 und 3 EStG Volljährige Kinder werden bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres unabhängig von der Höhe ihrer eigenen Einkünfte und Bezüge berücksichtigt (Wegfall der Einkommensgrenze von 8.004 EUR), die 1.1.2012 Steuervereinfachungsgesetz 2011 vom 1.11.2011 verkündet am 4.11.2011 im Bundesgesetzblatt Teil I Seite 2131
sich in Berufsausbildung befinden (§ 32 Abs. 4 Nr. 2a EStG)
sich in einer begünstigten Übergangszeit von höchstens vier Monaten befinden (§ 32 Abs. 4 Nr. 2b EStG)
eine Berufsausbildung mangels Ausbildungsplatzes nicht beginnen oder fortsetzen können (§ 32 Abs. 4 Nr. 2c EStG) oder
einen Freiwilligendienst i. S. des § 32 Abs. 4 Nr. 2d EStG leisten.

Das gilt bis zum Abschluss der erstmaligen Berufsausbildung oder eines Erststudiums ohne weitere Voraussetzung. Der Abschluss einer erstmaligen Berufsausbildung setzt voraus, dass das Kind einen Beruf im Rahmen eines geordneten Ausbildungsgangs erlernt hat und dieser durch eine Prüfung abgeschlossen worden ist. Begünstigt sind somit auch Kinder, die ohne vorhergehende Berufsausbildung eine Erwerbstätigkeit ausüben und sich daneben in Berufsausbildung befinden, weil sie z.B. eine Abendschule besuchen oder an einem Fernstudiengang teilnehmen.

Nach Abschluss einer erstmaligen Berufsausbildung oder eines Erststudiums kommt eine Berücksichtigung von Kindern nur noch in Betracht, wenn das Kind keiner Erwerbstätigkeit nachgeht. Unschädlich sind eine regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit unter 20 Stunden, ein geringfügiges Beschäftigungsverhältnis und ein Ein-Euro-Job. Ebenso sind Einkünfte aus Kapitalvermögen oder Vermietung, die nicht aus einer Erwerbstätigkeit bezogen werden, unschädlich.
Der Kinderfreibetrag steht den Eltern grundsätzlich je zur Hälfte zu. Es besteht die Möglichkeit der Übertragung von einem Elternteil auf den anderen auch dann, wenn ein Elternteil mangels Leistungsfähigkeit dem Kind gegenüber nicht unterhaltspflichtig ist.
Ein Übertrag des sog. Betreuungsfreibetrags für das minderjährige Kind, der auf Antrag des Elternteils erfolgt, bei dem das Kind gemeldet ist, ist nicht mehr möglich, wenn der andere Elternteil Aufwendungen für die Betreuung und Erziehung oder Ausbildung hat oder das Kind regelmäßig in einem nicht unwesentlichen Umfang betreut und deshalb der Übertragung widerspricht.
Die den Eltern zustehenden Freibeträge können auf Antrag auch auf einen Stiefeltern- oder Großelternteil übertragen werden, wenn diese das Kind in ihren ...

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