Die Berechnung des Warenumschlages macht nur bei der Handelskette Sinn. Die Handelswarenumschlagsdauer beträgt 18 Tage. Für produzierende Unternehmen wäre die Kenntnis der Kalkulationen erforderlich, um die Herstellkosten des Umsatzes zum Fertigwarenbestand in Relation setzen zu können. Es ist aber die durchschnittliche Rohmateriallagerdauer errechenbar, sie beträgt beim Anlagenbauer 31,4 Tage und beim Konsumgüterproduzenten 5,8 Tage.

Supermarktkette und Konsumgüterproduzent haben durch den ständigen Waren- und damit Geldstrom die Möglichkeit, ihre liquiden Mittel nur für sehr kurze Zeit verfügbar zu halten, es kommt ständig neues Geld ins Unternehmen. Die eher projektorientierten Unternehmen (Softwarehaus und Anlagenbauer) mit eher unregelmäßigen Zahlungsströmen müssen für einen längeren Zeitraum vorsorgen.

Bei der Berechnung des Forderungsumschlages ("Collection Period") ist die in den Forderungen enthaltene Mehrwertsteuer (in unseren Beispielen 19 %) zu berücksichtigen. Supermärkte haben großteils Barzahlungsverkäufe und daher nur eine sehr kurze durchschnittliche Forderungsdauer. Der Anlagenbauer hat hingegen lange Zahlungsziele von durchschnittlich mehr als einem Monat, nicht unüblich für die Branche.

 
Umschlagsdauern (in Tagen) Supermarktkette Anlagenbauer Konsumgüterproduzent Softwareunternehmen
Warenlagerumschlagsdauer 18,0
Materiallagerumschlagsdauer 31,4 5,8
         
Umschlagsdauer Forderungen 0,5 35,3 23,1 7,9

Abb. 11: Umschlagskennzahlen der 4 Fallstudien

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