Entfernungspauschale für Fa... / Zusammenfassung
 

Überblick

Mit der Entfernungspauschale werden im deutschen Einkommensteuerrecht die Aufwendungen für Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte sowie für Familienheimfahrten im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung pauschaliert.

Außerdem können die die Entfernungspauschale übersteigenden Aufwendungen, die durch die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel entstanden sind, sowie Unfallkosten steuerlich berücksichtigt werden.

Die Entfernungspauschale ist grundsätzlich auf einen Höchstbetrag von 4.500 EUR im Kalenderjahr begrenzt. Diese Begrenzung gilt nicht für Fahrten mit einem eigenen bzw. zur Nutzung überlassenen Pkw oder soweit die tatsächlichen Aufwendungen für die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel die Entfernungspauschale übersteigen. Die Vergleichsrechnung zwischen Entfernungspauschale und den tatsächlich entstandenen Kosten für die Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln ist jahresbezogen vorzunehmen.

 

Gesetze, Vorschriften und Rechtsprechung

Die gesetzlichen Grundlagen finden sich in § 9 Abs. 1 Nr. 4 EStG und § 9 Abs. 2 EStG. Verwaltungsseitige Erläuterungen finden sich insbesondere in R 9.10 LStR und H 9.10 LStH, im Einführungsschreiben zur Reform des steuerlichen Reisekostenrechts ab 1.1.2014, BStBl 2013 I S. 1279, neu gefasst durch BMF, Schreiben v. 24.10.2014, IV C 5 – S 2353/14/10002, BStBl 2014 I S. 1412 sowie im Anwendungsschreiben zu den Entfernungspauschalen v. 31.10.2013, IV C 5 – S 2351/09/10002: 0002, BStBl 2013 I S. 1376. Das BVerfG nahm mit Urteil v. 9.12.2008, 2 BvL 1/07, 2 BvL 2/07, 2 BvL 1/08, 2 BvL 2/08, BFH/NV 2009 S. 338, Stellung.

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