Energiecontrolling als Best... / 2.1.1 Beschaffungsmodelle

Die Energiepreise unterliegen teilweise sehr starken Schwankungen. Das Beispiel des Strompreises Phelix-Base Year Future 2013 verdeutlicht diese Entwicklung (vgl. Abb. 2). Die starken Schwankungen, auch Volatilitäten genannt, führen oftmals zu erheblichen Beschaffungsrisiken.

Abb. 2: Marktpreisentwicklung am Beispiel des Strompreises Phelix-Base Year Future 2013

Jedes Unternehmen muss sich in diesem Zusammenhang überlegen, wie es diese Beschaffungsrisiken sinnvoll minimieren kann. Das kann durch die Wahl eines geeigneten Beschaffungsmodells gewährleistet werden. Mögliche Beschaffungsmodelle sind:

  • Stichtagsbeschaffung: Der gesamte Energiebedarf für eine fest definierte Laufzeit wird zu einem fest definierten Preis eingekauft. Das bedeutet: keine Budgetschwankungen und geteiltes Preisrisiko zwischen Abnehmer und Anbieter. Eine Stichtagsbeschaffung ist vor allem empfehlenswert, wenn das Preisniveau der Energieform auffällig niedrig ist und mit steigenden Preisen gerechnet wird.
  • Gleitender Durchschnitt über einen festgelegten Beschaffungszeitraum.
  • Tranchenbeschaffung: Hier wird das gesamte Energievolumen in möglichst günstigen Teilmengen (sog. Tranchen) beschafft. Aus ihrem Schnitt ergibt sich am Jahresende der Gesamtpreis. Die Beschaffung der einzelnen Tranchen bietet eine hohe Flexibilität.
  • Tranchenbeschaffung mit kombinierten Spotmarktprodukten.
  • Portfoliomanagement mit Standardprodukten.

Neben den genannten Beschaffungsmodellen gibt es eine Vielzahl abgewandelter bzw. auch kombinierter Modellvarianten.

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