Einnahmen-Überschussrechnun... / 1.4 Variante 4: Im 4. Jahr liegen folgende Zahlen vor:
 
+ Privatentnahmen laufendes Jahr (Anlage SZE – Zeile 9) 40.000 EUR
Privateinlagen laufendes Jahr (Anlage SZE – Zeile 11) 20.000 EUR
= Private Unterentnahme (Zeilen 12 und 15) + 20.000 EUR
+ Private Überentnahme Vorjahr (Anlage SZE – Zeile 14) 1.000 EUR
+ Verlust laufendes Jahr (Anlage SZE – Zeile 17) 10.000 EUR

Der maßgebliche Verlust wird zunächst in den Zeilen 4 – 7 ermittelt und das Ergebnis in die Zeile 8 eingetragen. Der negative Betrag aus Zeile 8 muss in die Zeile 17 übernommen werden. Dieser Verlust des laufenden Jahres wird mit Unterentnahmen in den Folgejahren verrechnet. Verluste führen nicht zu Überentnahmen, sie mindern lediglich Unterentnahmen.

Die Überentnahme des laufenden Jahres (Zeile 13) und die des Vorjahrs (Zeile 14) ergeben zusammen eine Überentnahme von 21.000 EUR. Dieses Ergebnis ist in der Zeile 20 zu erfassen.

In der Zeile 21 wird nun folgende Nebenrechnung gemacht:

 
Überentnahmen 21.000 EUR  
× 6 % (nicht abzugsfähige Zinsen) 1.260 EUR  

In den Zeilen 21 und 25 erfolgt die Günstigerprüfung der Bagatellgrenze.

Die Berechnung der Überentnahmen ist ungünstiger, danach betragen die "nicht abzugsfähigen Zinsen" 1.260 EUR statt nur 950 EUR. Der niedrigere Wert aus den Zeilen 21 und 25 = 950 EUR, wird in die Zeile 26 übertragen.

In der Anlage EÜR werden diese 950 EUR in der Zeile 83 eingetragen und erhöhen den steuerlichen Gewinn.

Das ist nur ein Ausschnitt aus dem Produkt Finance Office Professional. Sie wollen mehr? Dann testen Sie hier live & unverbindlich Finance Office Professional 30 Minuten lang und lesen Sie den gesamten Artikel.


Meistgelesene beiträge