Einnahmen-Überschussrechnun... / 1.3 Variante 3: Im 3. Jahr liegen folgende Zahlen vor:
 
+ Privatentnahmen laufendes Jahr (Anlage SZE- Zeile 9) 10.000 EUR
Privateinlagen laufendes Jahr (Anlage SZE – Zeile 11) 16.000 EUR
= Private Unterentnahme (Zeilen 12 und 15) – 6.000 EUR
+ Private Überentnahme Vorjahr (Anlage SZE – Zeile 14) 5.000 EUR
+ Verlust laufendes Jahr (Zeilen 12 und 17) 2.000 EUR

Der maßgebliche Verlust wird zunächst in den Zeilen 4 – 7 ermittelt und das Ergebnis in die Zeile 8 eingetragen. Der negative Betrag aus Zeile 8 muss in die Zeile 17 übernommen werden. Durch Verluste entstehen keine Überentnahmen, diese werden erst in Jahren berücksichtigt, in denen es zu Unterentnahmen kommt.

Da das Ergebnis aus Privatentnahmen minus Privateinlagen negativ ist, also eine Unterentnahme vorliegt, ist dieser Wert in die Zeile 15 zu übertragen.

Von der Unterentnahme des laufenden Jahres ( Zeile 15) wird zunächst der Verlust des laufenden Jahres (Zeile 17) abgezogen. Die verbleibende Unterentnahme i. H. v. 4.000 EUR (Zeile 19) mindert die Überentnahme des Vorjahres. Dadurch verbleibt in Zeile 20 eine Überentnahme i. H. v. 1.000 EUR.

In der Zeile 21 wird nun folgende Nebenrechnung gemacht:

 
Überentnahmen 1.000 EUR  
× 6 % (nicht abzugsfähige Zinsen) 60 EUR  

In den Zeilen 21 und 25 erfolgt die Günstigerprüfung der Bagatellgrenze.

Die Berechnung der Überentnahmen ist günstiger, danach betragen die "nicht abzugsfähigen Zinsen" nur 60 EUR statt 950 EUR. Der niedrigere Wert aus den Zeilen 21 und 25 muss in die Zeile 26 übertragen werden.

In der Anlage EÜR werden diese 60 EUR in der Zeile 83 eingetragen und erhöhen den steuerlichen Gewinn.

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