Controller-Kompetenzmodell,... / A.3.4 Fach- und Methoden-Kompetenzen
 
Konzeptionsstärke (F/A; Z; S) Fähigkeit, sachlich gut begründete Handlungskonzepte zu entwickeln

Erläuterung:

Konzeptionsstärke kennzeichnet die Fähigkeit, Neues in guter fachlicher Qualität zu entwickeln, fundiert auszuarbeiten und gegen Widerstände in der Praxis umzusetzen. Die Fähigkeit setzt sowohl umfangreiche fachliche und methodische Kompetenzen im Bereich der Neuentwicklung als auch persönliche Eigenschaften wie Willensstärke oder Tatkraft voraus, um die Neuerung erfolgreich zu realisieren.

Kompetenzbegriff:

  • Erarbeitet aufgrund seiner fachlichen und methodischen Kenntnisse systematisch neue Handlungskonzepte und –vorschläge.
  • Verknüpft einzelne Aspekte zu umfassenden, überzeugenden ­Lösungsansätzen und –möglichkeiten.
  • Integriert konstant neue Anregungen in das bestehende Controlling-Konzept, um dieses weiterzuentwickeln.

Kompetenzübertreibung:

Versucht im Alleingang, eigene Ideen durchzusetzen.

Legende:

F/A: Mischform von Fach-Kompetenz und Aktivitäts- und ­Umsetzungskompetenz Z: Output-Kategorie Zukunftsgestaltung S: prozessspezifische Kompetenz
 

Besondere Relevanz – Hauptprozesse

Strategische Planung, Kosten- und Leistungsrechnung, Projekt- und Investitionscontrolling, Management Reporting, Betriebswirtschaftliche Beratung und Führung, Weiterentwicklung der Organisation, Prozesse, Instrumente & Systeme

Begründung Auswahl – Strategische Planung:

Die Konzeptionsstärke des Controllers ist wichtig, um aus den zur Verfügung stehenden Daten im Rahmen der strategischen Analyse Handlungsempfehlungen für das Management entwickeln sowie in strategischen Projekten federführend mitwirken zu können.

Begründung Auswahl – Kosten- und Leistungsrechnung:

Konzeptionsstarke Controller können die Anforderungen aus den von ihnen betreuten Bereichen so in die allgemeine Kosten-, Leitungs- und Ergebnisrechnung integrieren, dass daraus ein gesamthaftes Planungs- und Steuerungssystem entsteht, das Planung, Ist-Erfassung, Soll-Ist-Vergleich und Erwartungsbetrachtungen abdeckt. Sie haben auch die Fähigkeit, fachliche Neuerungen erfolgreich zu realisieren.

Begründung Auswahl – Projekt- und Investitionscontrolling:

Konzeptionsstarke Projekt-Controller können die Anforderungen aus den von ihnen betreuten Bereichen so mit den allgemeinen Planungs- und Steuerungssystemen verbinden, dass daraus unternehmensweit verzahnte Projektsysteme entstehen, die Planung, Ist-Erfassung, Soll-Ist-Vergleich und Erwartungsbetrachtungen abdecken.

Begründung Auswahl – Management Reporting:

Die Konzeptionsstärke des Controllers ist wichtig, um aus den zur Verfügung stehenden Daten im Rahmen der Abweichungs- und Ursachenanalysen sachlich begründete Handlungsempfehlungen für das Management abzuleiten. Konzeptionsstärke ist auch erforderlich, um Berichte intelligent aufzubereiten, zu visualisieren und Berichtsformate kreativ weiterzuentwickeln.

Begründung Auswahl – Betriebswirtschaftliche Beratung und Führung:

Für die betriebswirtschaftliche Beratung müssen die Handlungskonzepte gut begründet sein. Dabei ist es bei Prozessoptimierungen wichtig, dass ein gutes Konzept im Hintergrund vorhanden und ein zu erreichendes Ziel definiert worden ist. Des Weiteren sind Willensstärke und Tatkraft notwendig, um die konzeptionierten Restrukturierungen voranzutreiben und die Neuerungen zu integrieren.

Begründung Auswahl – Weiterentwicklung der Organisation, Prozesse, Instrumente & Systeme:

Im Rahmen der Weiterentwicklung des Controlling-Bereichs ist die Konzeptionsstärke von Bedeutung, um die zur Verfügung stehenden Daten in Bezug auf die Leistungsfähigkeit des Controlling-Systems in sachlich begründete Veränderungsinitiativen zu überführen.
 
Beispiel: Skalierung Konzeptionsstärke (F/A; Z; S) Fähigkeit, sachlich gut begründete Handlungskonzepte zu entwickeln
1 Ist in der Lage, andere bei der Entwicklung neuer Konzepte zu unterstützen.
2 Ist in der Lage, neue Konzepte unter Anleitung Dritter zu erstellen.
3 Erarbeitet aufgrund seiner fachlichen und methodischen Expertise systematisch neue Konzepte und eigenständige Lösungsansätze.
4 Liefert auf Basis seiner Expertise umfassende konzeptionelle Analysen und Interpretationen und zeigt Verbesserungspotenziale auf.
5 Verknüpft einzelne Aspekte zu umfassenden Lösungsansätzen und -möglichkeiten. Integriert konstant neue Anregungen in die bestehenden Konzepte, um diese weiterzuentwickeln.
 
Organisationsfähigkeit (F/A; E; S) Fähigkeit, organisatorische ­Aufgaben aktiv und erfolgreich zu bewältigen

Erläuterung:

Organisationsfähigkeit kombiniert methodisches Wissen mit der Fähigkeit, dieses Wissen mit Tatkraft und Engagement praktisch-organisatorisch umzusetzen. Dies setzt voraus, Zusammenhänge und funktionale Abhängigkeiten in den komplexen betrieblichen Abläufen erkennen und nach wesentlichen und unwesentlichen Parametern klassifizieren zu können. Zugleich erfordert es die Erkenntnis, welche dieser Parameter aktiv zu verändern und durch persönliche Einflussnahme zu gestalten sind.

Kompetenzbegriff:

  • Stimmt die Personalressourcen und ...

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