Bilanzsteuerrecht und Grund... / 2 Einfluss des EG-Rechts

Für den Konzernabschluss kapitalmarktorientierter Unternehmen, die dem Recht eines Mitgliedstaats unterliegen, sind die "Internationalen Rechnungslegungsstandards" IAS/IFRS für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1.1.2005 beginnen, zwingend zu beachten.

Mit der EU-Bilanzrechtsmodernisierungsrichtlinie wurden die EU-Bilanzrichtlinien geändert und an die internationale Entwicklung angepasst. In Deutschland wurden die internationalen und europäischen Entwicklungen mit dem Bilanzrechtsreformgesetz umgesetzt. Durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz – BilMoG – wurden diese Maßnahmen i. S. e. gleichwertigen, aber einfacheren und kostengünstigeren Alternative zu den IFRS weiter entwickelt. Das Bilanzrecht betreffende Rechtsakte der EU wurden mit dem Gesetz umgesetzt.

Durch das Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie 2012/6/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 14.3.2012 zur Änderung der Richtlinie 78/660/EWG des Rates über den Jahresabschluss von Gesellschaften bestimmter Rechtsformen hinsichtlich Kleinstbetrieben (Kleinstkapitalgesellschaften-Bilanzrechtsänderungsgesetz – MicroBilG) vom 20.12.2012 wurden kleine Kapitalgesellschaften von umfangreichen Vorgaben für die Rechnungslegung auf EU-Ebene entlastet.

Das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz – BilRUG – v. 17.7.2015 fasst die bis dahin getrennten Richtlinien zur Rechnungslegung für den Einzel- und Konzernabschluss zu einer gemeinsamen Regelung zusammen. Die Rechnungslegung und die Finanzberichterstattung in Europa wurden weiter harmonisiert. Schwellenwerte der Größenklassen der Unternehmen und Konzerne wurden angehoben.

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