Datenqualität und Datensicherheit rücken auf Top-Positionen der CFO-Agenda vor
Data Governance und Datensicherheit gewinnen immer weiter an Bedeutung
89% aller Teilnehmer sind der Meinung, dass die Notwendigkeit einer gesteigerten Datensicherheit zunimmt und Datenmodelle konzernweit sowie cross-funktional vereinheitlicht werden sollten. Im Gegensatz dazu haben derzeit erst 40% eine zentrale Daten-Governance implementiert (s. Abb. 1). Ähnlich verhält es sich mit der strukturierten Bereitstellung großer Datenmengen. Zwar messen dieser 73% der Befragten eine hohe Bedeutung zu, praktisch versuchen allerdings nur 29% die Effizienz des Prozesses zu steigern.
Besonders niedrige Werte hingegen erzielt die Umsetzung von RPA-Technologien. Gerade einmal 17% der Teilnehmer nutzen diese im Finanzbereich. Laut Horváth & Partners sind Gründe für diesen Umstand in fehlendem Know-how, Schwierigkeiten bei der Ermittlung von Use Cases und latenten Ängsten vor einem Jobverlust zu sehen.
Abb. 1: Effizienzsteigerung in den Finanzprozessen, Angaben in Prozent.
Handlungsbedarf im Wandel der Unternehmenssteuerung bewusst, aber noch nicht konkretisiert
Der Wandel in der Unternehmensumwelt zieht auch einen Wandel innerhalb der Unternehmen mit sich. So beschäftigt die Neuausrichtung der Organisation hin zu einer proaktiv-prognostizierenden Unternehmenssteuerung fast 90% der CFOs. Dennoch sind die umgesetzten Initiativen bisher eher gering. Zwar sehen 75% der Befragten den Einsatz von Predictive Forecasting als bedeutend an, konkrete Maßnahmen wurden allerdings erst bei 19% der Teilnehmer veranlasst (s. Abb. 2 der Bilderreihe). Derartig verhält es sich auch mit dem Einsatz von Advanced Analytics zur Steuerungs- und Entscheidungsunterstützung. 77% messen diesem eine hohe Bedeutung zu, tatsächlich eingesetzt wird die Technologie aber erst bei 23% der Probanden.
Abb. 2: Wandel der Unternehmenssteuerung, Angaben in Prozent.
Über die Studie
Die Studie „Vom Trend zur Realität – Wie CFOs die Digitalisierung meistern“ der Managementberatung Horváth & Partners basiert auf den Antworten von über 160 internationalen Finanzverantwortlichen. Zusammenfassend lässt sich konstatieren, dass vier wesentliche Treiber der digitalen Transformation der Finanzbereiche identifiziert werden konnten:
- Effizienzsteigerung in der Finanzfabrik durch Prozessautomatisierung
- Verstärkte Nutzung von Daten als Grundlage für weiterführende Analysen
- Stärkung der Rollen Data Scientist und Business Partner
- Änderung der Steuerung von reaktiv-analytisch zu proaktiv-prognostizierend
Darüber hinaus werden in der Studie konkrete Maßnahmen vorgeschlagen, die eingeleitet werden sollten, um diesen Herausforderungen zu begegnen sowie strategische Ansätze aufgezeigt, die verfolgt werden können, um eine Transformation im Finanzbereich zu meistern.
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