Konsolidierungssysteme: Trends von KI bis ESG und Software-Auswahl
Next-Generation Konsolidierungssysteme
In diesem Jahr stellten erstmalig führende Softwarehersteller ihre Konsolidierungssysteme in einem 10-minütigen Elevator-Pitch vor und gaben den Teilnehmern einen kurzen Impuls zum jeweiligen Funktionsspektrum und der System-Philosophie.
Die Anbieter BOARD, CCH Tagetik, NDC, OneStream, Oracle und SAP nutzten diese Chance, um den Konferenzteilnehmern ihre Softwarelösungen näherzubringen. In ihren Vorstellungen gingen die Hersteller sowohl auf die jeweiligen USPs bezogen auf deren Unterstützung im Konsolidierungsprozess ein, als auch auf Software-Erweiterungen wie bspw. das Disclosure Management, BEPS Pillar 2 oder ESG-Berichterstattung. Darüber hinaus wurden auch aktuelle (und künftige) Trends wie Künstliche Intelligenz (KI) sowie die Anbindung an bestehende oder zukünftige on-premise- oder cloudbasierte IT-Landschaften aufgezeigt.
Alles in allem wurde ein sehr breites Themenspektrum in sehr kurzer Zeit vorgestellt, mit Vor- und Nachteilen für die jeweils eigene Situation und individuellen Anforderungen, unterschiedlichen Schwerpunkten und Möglichkeiten sowie Besonderheiten, die es in jedem Unternehmen zu berücksichtigen gilt. Daher ist es für jedes Unternehmen unerlässlich die Anschaffung einer neuen Software über einen strukturierten Ansatz auszuwählen, um sicherzustellen, dass die ausgewählte Software den Ansprüchen der unterschiedlichen Stakeholder genügt und mit dem Unternehmen „wachsen“ und „ausrichten“ kann.
Mit Horváth SAFE strukturiert durch den Auswahlprozess
Thomas Schmidt, Principal bei Horváth mit Beratungsfokus auf die Auswahl, Konzeption und Einführung von Konsolidierungssystemen, stellte den Horváth SAFE-Ansatz vor, mit dem bereits vielfache Kunden in dem Auswahlprozess begleitet und unterstützt wurden.
SAFE beschreibt die Schritte des Auswahlprozesses: Specify, Assess, Filter, Execute
Specify: Aufnahme Ihrer individuellen Anforderungen
Zunächst wird das Zielbild der zukünftigen Konsolidierung erarbeitet. Hierbei werden typischerweise aktuelle Trends, Best Practices und Empfehlungen bzgl. einer modernen Konsolidierung einbezogen. Dabei sollte nicht nur Wert auf die legalen Anforderungen gelegt werden, sondern auch die Anforderungen weitere Stakeholder wie Controlling (für Management Berichterstattung und Planung), die Steuerabteilung (für zusätzliche steuerliche Anforderungen die bspw. aus BEPS Pillar 2 resultieren) oder die IT (um sicherzustellen, dass die neue Software sich optimal an der zukünftigen IT-Strategie wie bspw. on-premise oder cloud) berücksichtigt werden.
Auf Basis der erarbeiteten Ergebnisse wird ein Kriterienkatalog definiert und passende Softwareprodukte identifiziert. Die Hersteller werden im nächsten Schritt eingeladen die Kriterienkataloge zu beantworten und einen vor Ort Demo-Termin durchzuführen.
Assess: Strukturierte Evaluierung der Software-Lösungen
Organisation, Moderation sowie Durchführung und Bewertung der Software-Vorstellungen sollte professionell gestaltet sein. Dafür wird u.a. der Inhalt der Demos genau definiert, um sicherzustellen, dass ein optimaler und vergleichbarer Einblick in die verschiedenen Software-Produkte möglich ist.
Neben der Vorstellung der Funktionalitäten im Rahmen einer Demo werden zusätzliche Themen abgefragt, um somit eine 360°-Betrachtung zu ermöglichen.
Filter: Entscheidungsfindung
In dieser Phase wird eine belastbare Entscheidungsgrundlage erarbeitet, um zu einer Entscheidung zu gelangen. Nach den Demos sollten die Auswertung der Kriterienkataloge und die Evaluierungen aus den Software-Demos zusammengeführt werden, um möglichst ganzheitliche, qualitative und quantitative Bewertung zur ermöglichen.
Mögliche weitere Fragestellungen können durch spezielle Vertiefungstermine oder Referenzkundentermine zusätzlich geklärt werden.
Execute: Einführung der neuen Software
In dieser Phase wird basierend auf der unternehmensindividuellen Situation eine Projektstruktur sowie Roadmap (grober Projektplan) erstellt, wie die anschließende Konzeptionsphase und eine Software-Einführung aufgesetzt werden können.
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