In einer Studie von IBM wurden CEOs gefragt, welche Führungskompetenz sie mehr als jede andere benötigen. Die überraschende Antwort lautete: Kreativität. Doch warum wurde gerade Kreativität genannt und nicht etwa Mut oder analytisches Denken?

Halten Sie einen Moment inne und schauen Sie sich die Welt an, in der wir heute leben. Sie werden schnell verstehen, warum Ihre Beziehung zu Ihrer Kreativität so wichtig ist, egal in welcher Branche oder auf welchem Karriereweg Sie tätig sind. Kreativität ist heute nicht nur für Künstler, sondern für alle wichtig. So z.B. für:

  • Ingenieure, die an der Lösung einer schwierigen technischen Herausforderung arbeiten.
  • Arbeitssuchende, die versuchen, die Aufmerksamkeit potenzieller Arbeitgeber zu gewinnen.
  • Eltern, die versuchen, ihren Kindern zu helfen, sich auf eine Welt vorzubereiten, die bis zum Abschluss ihres Studiums ganz anders sein wird.
  • All diejenigen, die mit wenig mehr erreichen wollen.

Kreative Veränderer meistern Herausforderungen besser

Die Hauptaufgabe besteht darin, es mit dem Innovator in sich aufzunehmen. Setzen Sie auf Originalität und setzen Sie bei allem was Sie tun auf Qualität und Schönheit. Es gibt immer Raum für Verbesserungen und es wird immer einen besseren Weg geben, wenn wir bereit sind, ihn zu suchen. Ob Sie eine Party planen, einen Bericht schreiben oder eine Mahlzeit kochen - es gibt einen kreativen und einen routinemäßigen Pfad.

Jeder ist ein Innovator

Kreativität bringt Ideen hervor - und Innovation erweckt sie zum Leben. Meistens denken wir beim Thema Innovation an das, was in den Forschungslabors geschieht. Es sind Patente, Reagenzgläser und Wissenschaft. Es sind auch Smartphones, virtuelle Realität und künstliche Intelligenz. Aber Innovation geschieht größtenteils im Kopf. Und es kommt in all‘ unseren Köpfen vor: Jeder von uns ist ein Innovator!

Alles andere, als ein ständiger Fluss von lebensverändernden Ideen, wird in einer Welt des ständigen Wandels nicht ausreichen. Die Welt ist überwältigender als je zuvor. Die Zukunft ist unberechenbarer denn je. Und auch die Verfügbarkeit von Ressourcen ist begrenzter als wir es bisher erlebt haben. Und all das erfordert eine gewisse Bereitschaft ein kreativer Veränderer zu sein, Ideen zu entwickeln und zum Leben zu erwecken. Es besteht die Notwendigkeit, jeden Tag neue Ideen in unser Leben einzubringen, um die Herausforderungen zu meistern, vor denen wir tagtäglich stehen.

Kreativität macht belastbarer

Organisationen und Gesellschaft brauchen Menschen, die kreativ sind, die sich von Rückschlägen erholen, die führen und folgen können und die flexibel sind. Manche Leute nennen es auch Belastbarkeit. Die Arbeitgeber sind zunehmend skeptisch gegenüber dem Bildungsabschluss allein als Stellvertreter für den Erfolg im Beruf. Sie suchen nach etwas Besonderem. Der Begriff ist lose definiert als Kreativität, Problemlösungsgeschick, Lernbereitschaft und Mut zur Beharrlichkeit. Menschen mit diesen Eigenschaften freuen sich über Feedback, arbeiten härter und lassen sich von Rückschlägen nicht so leicht abbringen.

Kreativität wird zum wichtigsten Führungsmerkmal

Bis vor kurzem war die Innovation auf einige wenige Personen im Unternehmen beschränkt. Doch Innovation "is Everybody's Business": Die Fähigkeiten eines Innovators sind weder angeboren, noch können sie vererbt oder weitergegeben werden. Robert B. Tucker hat in diesem Zuge Menschen in Organisationen gebeten, Kollegen zu identifizieren, die sie als Innovatoren betrachten. Dutzende von ihnen wurden interviewt und angehalten, die Attribute zu identifizieren, die es ihnen ermöglichten, neue Projekte zu realisieren. Es wurde des Weiteren nach ihren Techniken und Strategien von der Überwindung der Barrieren, der Bürokratie und den Zwängen bis hin zu Ideen zur Umsetzung dieser Strategien und Techniken gefragt. Keiner von den Probanden nannte dabei das Argument, er wäre mit diesen Fähigkeiten geboren worden. Das Wissen wurde durch „learning by doing“ angeeignet. In einer Welt der Unsicherheit ist Kreativität zum wichtigsten Führungsmerkmal geworden.

Zum Hintergrund/Ursprungstext:

Übersetzt von Deborah Nasca

Schlagworte zum Thema:  Führungskraft, Management, Leadership