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Beim Thema disruptive Veränderungen liegt der Fokus meist auf Unternehmen und weniger auf den Auswirkungen auf das Leben der Menschen. In Zeiten exponentieller Veränderungen und Verlagerungen ist es umso wichtiger, eine persönliche Entwicklungs-Roadmap zu konzipieren. Sechs Bausteine sollten Sie dabei berücksichtigen.

Situationen, die es zu vermeiden gilt…

Eines der erschreckendsten Beispiele für negative Folgen von Disruption ist das Unternehmen Hewlett-Packard während seiner Phasen der Produktstandardisierung und des Cloud-Computing. Seit dem Jahr 2012 ist das Unternehmen kontinuierlich geschrumpft. Von 2014 auf 2015 beispielsweise mussten weltweit rund 15.000 Mitarbeiter das Unternehmen verlassen. Im Jahr 2014 beschäftigte Hewlett-Packard noch 302.000 Personen, während es 2015 nur noch 287.000 waren.

…und wie Sie dabei vorgehen können

Die beste Möglichkeit, einer solchen Situation vorzubeugen, ist die Entwicklung einer persönlichen Innovationsstrategie. Diese bedarf sechs Schlüsselkomponenten, die im Folgenden näher erläutert werden.

  1. Nehmen Sie sich Zeit, ihre Strategie zu entwickeln: Investieren Sie 15 Minuten am Tag, um Ihre Zukunft zu betrachten. Versuchen Sie jeden Tag etwas über die sich verändernden Bedingungen in Ihrem Beruf oder Ihrer Industrie zu lernen. Sammeln Sie dafür Artikel, stellen Sie Fragen, lesen Sie Bücher und recherchieren Sie. Lebenslanges Lernen beginnt genau hier.
  2. Bewerten Sie Ihren Mitarbeiter-Disruptions-Faktor: Versuchen Sie zu verstehen, wie das Geschäftsmodell Ihres Unternehmens in der heutigen Zeit von Disruption und Veränderung aufrechterhalten werden kann – auch über die nächsten drei bis fünf Jahre. Stellen Sie sich dazu die Fragen: Was sagen Analysten und Branchenkenner über Ihr Unternehmen? Welche Bedrohungen sind in Sicht? Schauen Sie nicht weg, wenn die Zeichen bereits deutlich zu erkennen sind.
  3. Managen Sie Ihre Zukunft und setzen Sie kurz- und langfristige Ziele: Fantasieren Sie über die Zukunft, wie Sie sie sich vorstellen. Stellen Sie sich dabei die Fragen: Wie sollte sich das Leben bestmöglich entfalten? Skizzieren Sie dafür ein Portrait Ihres Lebens an einem Tag in der Zukunft, in fünf oder zehn Jahren. Was ist der Blick über den Tellerrand hinaus? Welche Freizeitaktivitäten möchten Sie dann betreiben? Fragen Sie sich auch, wie das, was Sie in Ihrem Job und Ihrem Leben machen, hilfreich sein kann, die Zukunft so zu manifestieren, wie Sie es sich vorstellen.
  4. Bereiten Sie sich vor, indem Sie neue Verantwortlichkeiten übernehmen: Melden Sie sich freiwillig für Aufgaben und Herausforderungen, die außerhalb Ihrer Komfortzone sind. Entwickeln Sie neue Fähigkeiten und Einstellungen. Denken Sie daran: der nächste große Einschnitt kann in Ihrer bisherigen Tätigkeit oder in einem völlig neuen Kontext sein.
  5. Eignen Sie sich Soft Skills an: Schauen Sie sich diejenigen Skills an, die Sie regelmäßig nutzen und denken Sie darüber nach, wie diese noch verbessert werden können: Kommunikation, Technologie, Schreibfähigkeit, funktionelle und vor allem zwischenmenschliche Skills sind von Bedeutung. Teil Ihrer persönlichen Innovationsstrategie muss es sein, in allen Bereichen so gut wie möglich zu werden. Vernachlässigen Sie dabei aber nicht Ihre anderen Fähigkeiten.
  6. Versuchen Sie unverzichtbar zu werden: Damit Sie eine Disruption besser überstehen, sollten Sie sich Innovationsfähigkeit aneignen. Das beinhaltet nicht nur Soft Skills wie Empathie, sondern viel mehr das Können, Zukunft zu gestalten.

Vergessen Sie eines niemals auf Ihrem Weg zur persönlichen Innovationsstrategie:

  • neue bessere Wege zu finden um Mehrwert zu schaffen,
  • Möglichkeiten zu entdecken, wo andere nur Probleme sehen,
  • neue Dinge anzupacken, unternehmerisch zu sein, Menschen um sich herum motivieren zu können und immer voran zu gehen,

das sind diejenigen Skills, die Ihnen einen Wettbewerbsvorteil verschaffen, der niemals ausgelagert werden kann.

Schlagworte zum Thema:  Innovation, Innovationsmanagement

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