| Gehörschutz

Otoplastiken verändern sich mit der Zeit

Otoplastiken schützen vor Lärm, müssen aber richtig gereinigt werden
Bild: Haufe Online Redaktion

Ohrstöpsel, Kapselgehörschutz oder Otoplastiken – das Angebot an Gehörschutz bietet für jeden das Passende. Wichtig ist, darauf zu achten, dass der Gehörschutz sowohl zum Ohr passt als auch angemessen schützt. Denn auch eine zu große Schalldämmung ist gefährlich. Auch bei Otoplastiken kann dieses Problem nach einer gewissen Zeit auftreten.

Eine Otoplastik ist ein Gehörschutzmittel, das individuell an die Gehörgänge des Trägers angepasst wird. Sie verursacht keinen störenden Druck auf den Gehörgang und weist einen hohen Tragekomfort auf.

Qualität und Langzeitstabilität von Otoplastiken verändern sich

Eine Studie von der Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM) hat gezeigt, dass Otoplastiken der bessere Gehörschutz ist. Doch nur begrenzt, wie eine andere Studie belegt.

Denn mit der Zeit verändern sich Qualität und Langzeitstabilität der Kanalfilter in den Gehörschutz-Otoplastiken und somit die akustischen Eigenschaften. Dann lässt sich damit schlechter hören. Die Folge: Die Nutzer verzichten auf ihren Gehörschutz.

Mit einer Otoplastik lässt sich nicht mehr so gut hören, wenn sie

  • beim Ein- und Ausbau mechanisch verändert wird,
  • bei der Nutzung verunreinigt,
  • unsachgemäß und zu selten gereinigt wird.

Zentrales Element der Otoplastik ist der Filter

Wichtigstes Teil in der Gehörschutz-Otoplastik ist das Filterelement. Mit ihm erfolgt die Schalldämmung. Der Lärm lässt sich mit dem Filter individuell anpassen. Außerdem wird das Gehör über den Filter belüftet, da die Otoplastik selbst dicht im Ohr sitzt.

Verstopfte Filterelemente der Otoplastik erschweren das Hören

Sind die Filterelemente verstopft, etwa durch ultrafeinen Holzstaub, kann der Gehörgang nicht mehr richtig belüftet werden. Die Schalldämmung nimmt zu, die Wahrnehmung z. B. von Warnsignalen nimmt ab und die Kommunikation wird beschwerlich.

Intensives und richtiges Reinigen der Otoplastik ist wichtig

Verunreinigungen gelangen auch bei der Reinigung in die Filter. Zu den typischen Fehlern zählt es, den Blasebalg von der falschen Seite anzusetzen bzw. aus der falschen Richtung zu pusten.

Bei den Untersuchungen zeigte sich, dass sich die Durchlässigkeit der Filterelemente sich innerhalb eines halben Jahres auf 60 % verringern kann. Selbst nach intensiver Reinigung der Filterelemente konnte durchschnittlich nur noch eine Durchlässigkeit von 90 % erzielt werden.

Otoplastiken am besten regelmäßig ins Ultraschallbad

Eine regelmäßige Reinigung im Ultraschallbad trägt dazu bei, dass die Verstopfung der Filterelemente deutlich später erfolgt. Aber auch mit Ultraschall ist keine maximale Durchlässigkeit mehr zu erzielen.

Bessere und praxistaugliche Reinigungsstrategien sind gefragt

Die BGHM empfiehlt, die Informationen zur Reinigung der Gehörschutz-Otoplastiken zu verbessern. Vor allem sollten aber die Hersteller von Otoplastiken geeignete und in der Praxis umsetzbare Reinigungsstrategien entwickeln und  anbieten.

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Schlagworte zum Thema:  Persönliche Schutzausrüstung, Gehörschutz, Lärmbelästigung, Lärm

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