21.07.2014 | Lärm in der Produktion

Schon mit einfachen Maßnahmen wird es leiser

Lärm lässt sich oft mit einfachen Mitteln reduzieren. Manchmal ist dann sogar nicht einmal mehr Gehörschutz nötig.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Eine offene Tür, mangelhafte Ummantelung oder beschädigte Maschinen – in der Produktion gibt es viele Quellen, die den Arbeitsplatz noch lauter machen. Doch mit Achtsamkeit und einfachen Maßnahmen lässt sich der Lärm deutlich verringern.

Wo sich Räder drehen und Bänder laufen, wo Verpackungen gestapelt oder Dosen gefüllt werden, sind Maschinen im Einsatz. Wenn Maschinen nicht geölt, geschmiert und nachjustiert werden, werden sie mit der Zeit lauter. Schleichend schwillt der Lärmpegel an, sodass es den Arbeitenden nicht auffällt. Doch irgendwann ist es laut - zu laut.

Ermittlung von Lärmquellen durch Messungen und Analysen vor Ort

Experten vom messtechnischen Dienst der Berufsgenossenschaften wissen, wo sich Lärmquellen befinden. Vor Ort führen sie Messungen durch und analysieren die Situation gemeinsam mit den Verantwortlichen im Betrieb. Dabei zeigt sich oft schnell, dass Maschinen schon länger nicht mehr gewartet wurden oder dass die Einhausung nicht an allen Stellen geschlossen ist.

Wartung und Instandhaltung können Lärm in der Produktion reduzieren

Typische Lärmquellen sind nämlich:

  • schlecht gewartete Maschinen,
  • Lagerschäden,
  • fehlende oder nicht vollständig geschlossene Einhausungen.

Ursachen von Lärmbelastung lassen sich oft schnell ermitteln und korrigieren

Dass es zu zusätzlichen und unnötigen Lärmbelastungen kommt, hat oft Ursachen, die sich schnell ermitteln und korrigieren lassen. So müssen eventuell Wartungspläne und Wartungsintervalle angepasst werden. Auch für offene Stellen in Einhausungen lassen sich fast immer Lösungen finden, damit die Maschine besser umschlossen ist und weniger Lärm nach außen dringt.

Wenn Sie wissen wollen, was die Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung fordert, lesen Sie hier.

Viele Maßnahmen zur Lärmreduktion sind kostengünstig

Die meisten Maßnahmen sind einfach, schnell umzusetzen und kosten nicht viel Geld. Die Wirkung jedoch ist groß. Lassen sich die Werte um nur 3 Dezibel, dB(A), senken, entspricht das schon einer Halbierung der vorhandenen Schallleistung.

Lärmschutz: Auslösewerte unterschreiten

Interessant ist für viele Firmen die Lärmminderung, wenn damit die Auslösewerte für Lärmschutz unterschritten werden können. Denn dadurch lassen sich umfangreiche Schutzmaßnahmen verhindern.

Prämienpunkte von der BG für Lärmschutzmaßnahmen

Als Anreiz für Betriebe, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, vergibt z. B. die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN) Prämienpunkte für bestimmte Lärmschutzmaßnahmen.

Weiter News zum Thema Lärm finden Sie hier.

Schlagworte zum Thema:  Lärm, Lärm- und Vibrationsarbeitsschutzverordnung, Schallschutz, Gehörschutz, Produktion

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