Gibt es in Deutschland genügend Fachkräfte für Arbeitssicherheit? Und sind diese so qualifiziert, dass sie auch noch in 10 Jahren den Anforderungen der Arbeitswelt, die sich ständig wandelt, gerecht werden? Diese Fragen beantwortet eine Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA).

Um den Bedarf an Fachkräften für Arbeitssicherheit in Deutschland zu ermitteln wurden für die gleichnamige Studie Sekundäranalysen, Experteninterviews, Online-Befragungen mit Fachkräften für Arbeitssicherheit (Sifa) sowie Datenabfragen durchgeführt. Dabei zeigte sich, dass es gegenwärtig und für die Zukunft ausreichend Sicherheitsfachkräfte gibt. Um bei der sicherheitstechnischen Betreuung jedoch qualitativ auf Dauer mithalten zu könne, ist der Erwerb von zusätzlichen Kompetenzen notwendig.

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Fachkräfte für Arbeitssicherheit - sicherheitstechnische Betreuung kann abgedeckt werden

Die Wissenschaftler errechneten, dass die Zahl der Fachkräfte für Arbeitssicherheit sich zwischen 52.400 und 59.700 beläuft. Sie gewährleisten jährlich eine verfügbare Kapazität von 34,8 bis 61 Mio. Stunden an sicherheitstechnischer Betreuung. Der aktuelle Bedarf in Deutschland liegt zwischen 17,3 und 37,6 Mio. Stunden pro Jahr und kann folglich abgedeckt werden.

Fachkräfte für Arbeitssicherheit - Kompetenzen fehlen

Der Forschungsbericht stellt u. a. auch die Frage, wie sich die Kompetenzen der Fachkräfte für Arbeitssicherheit entwickeln müssen, um den zukünftigen Herausforderungen gerecht zu werden und beantwortet sie auch.

So zeigte sich in der Auswertung der Ergebnisse, dass vielen Fachkräfte für Arbeitssicherheit nach eigener Einschätzung die erforderlichen Kompetenzen fehlen, um über aktuell relevanten Themen wie psychische Belastung oder altersgerechter Arbeitsgestaltung beraten zu können.

Megatrends beeinflussen den qualitativen Bedarf an Fachkräften für Arbeitssicherheit

Zu den Megatrends, auf die sich auch die Fachkräfte für Arbeitssicherheit für Ihre Beratungen vorbereiten müssen, zählen u. a.

  • der Strukturwandel,
  • die Arbeitswelt 4.0 mit ihren technologischen Entwicklungen,
  • der demografische Wandel,
  • die Globalisierung
  • der Wertewandel sowie der Umgang mit Vielfalt und
  • die Entgrenzung der Arbeit.
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