17.11.2015 | Es werde Licht

Arbeitsplatzbeleuchtung jetzt überprüfen

Nicht nur im OP-Saal, auch an jedem anderen Arbeitsplatz, braucht es genug Licht.
Bild: Haufe Online Redaktion

In der dunklen Jahreszeit sehnen wir uns nach Licht. Ein Grund, warum wir dann so gerne Kerzen anzünden. Am Arbeitsplatz haben die allerdings nichts verloren. Doch auch dort wünschen wir uns oft mehr Licht. Denn im Winter, wenn es draußen den ganzen Tag nicht richtig hell wird und wir von früh bis spät bei Kunstlicht arbeiten, merken wir oft erst, wie funzelig unser Arbeitslicht ist.

Dass das Licht am Arbeitsbereich schlecht ist, kann auch daran liegen, dass die Sehleistung nachgelassen hat. Doch egal, woran es liegt: um sicher und gesund arbeiten zu können, muss es ausreichend hell sein.

Und dieses "ausreichend" hängt von mehreren Faktoren ab. Jetzt, wo die dunkle Jahreszeit begonnen hat, empfiehlt der TÜV Rheinland die Arbeitsplatzbeleuchtung zu überprüfen.

Schlechte Arbeitsplatzbeleuchtung sind ungesund und ein Sicherheitsrisiko

Unter schlechten Lichtverhältnissen arbeiten zu müssen, birgt u. a. folgende Sicherheits- und Gesundheitsrisiken:

  • Die Augen werden stark beansprucht.
  • Man nimmt eine Fehlhaltung ein, um besser sehen zu können.
  • Nacken und Schultern verspannen sich.
  • Es passieren häufiger Fehler.
  • Die Unfallgefahr nimmt zu.

Arbeitsaufgabe und Alter des Mitarbeiters bestimmen den Lichtbedarf

Darauf sollte man achten, wenn man das Licht am Arbeitsbereich überprüft:

  • Direktes und indirektes Licht sollte miteinander kombiniert werden.
  • Für den persönlichen Bedarf sollte eine zusätzliche, individuelle Arbeitsplatzleuchte zur Verfügung stehen.
  • Je kleinteiliger die Arbeitsaufgabe, desto heller muss die Beleuchtung sein.
  • Leistung und Art des Beleuchtungsmittels müssen dem Arbeitsbereich angemessen sein.
  • Für Büroarbeitsplätze gilt z. B. eine Beleuchtungsstärke von 500 Lux.
  • Von älteren Beschäftigten können aber bis zu 1.000 Lux als passend empfunden werden.
  • Bei der Lichtfarbe sind neutralweißes und tageslichtweißes Licht empfehlenswert.
  • Die Entfernung der Lichtquelle zum Arbeitsbereich darf nicht zu groß sein.
  • Es sollten nur zertifizierte Leuchten zum Einsatz kommen. Diese erkennt man am GS-Prüfzeichen.

Warum ist eine gute künstliche Beleuchtung notwendig?

Grundsätzlich kann eine ungeeignete, hier vor allem zu geringe Beleuchtung zu einem erhöhten Unfallrisiko führen, z. B. weil Gefahrenstellen nicht erkannt werden.
Das kann auch der Fall sein, wenn es durch stark unterschiedliche Beleuchtungsstärken in benachbarten Bereichen zu Adaptionsproblemen kommt (Hell-Dunkel-Anpassung). Davon sind besonders Personen mit bestimmten Sehschwächen oder -einschränkungen betroffen, z. B. Brillenträger, ältere Personen, Personen mit Gesichtsfeld- oder Bewegungseinschränkungen.

Wie Sie darüber hinaus Ihren Vorgesetzten davon überzeugen, warum eine gute künstliche Beleuchtung auch von Büroräumen notwendig ist, erfahren Sie in der gleichnamigen Haufe-Argumentationshilfe.

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Schlagworte zum Thema:  Beleuchtung, Raumklima, Bildschirmarbeitsplatz, Büroarbeitsplatz, Ergonomie

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