Was ist das eigentlich?
Mit der Online-Datenbank des Instituts für Arbeitsschutz (IFA) der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) lässt sich herausfinden, wie hoch die Konzentration eines chemischen Stoffes maximal sein darf, damit beim Menschen keine schädlichen Wirkungen auftreten. Die Angaben erfolgen als DNEL-Werten. Die Abkürzung DNEL stammt von der englischen Bezeichnung Derived No-Effect Level.
DNEL-Werte - Daten für die Gefährdungsbeurteilung
Gerade bei der Gefährdungsbeurteilung eines Arbeitsplatzes spielen Messungen und Grenzwerte eine große Rolle. Nur wenn bekannt ist, wie hoch die Konzentration am Arbeitsplatz ist und ab wann sie schädlich sein kann, lassen sich daraus entsprechende Maßnahmen zum Schutz der Beschäftigten ableiten. Die DNEL-Werte beziehen sich auf die inhalative Langzeitexposition, also auf die Belastung der Umgebungsluft eines Arbeitsplatzes über ein Arbeitsleben hinweg.
Nicht für alle chemischen Stoffe gibt es in Deutschland bisher verbindliche Grenzwerte - deshalb sind die DNEL-Werte so wichtig
Sie müssen von den Herstellern oder Importeuren angegeben werden. Das ist eine der Bedingungen der REACH-Verordnung, die für mehr Sicherheit im Umgang mit Chemikalien sorgen soll. Bisher war die Suche nach diesen Werten für Nutzer der Chemikalien sehr aufwendig.
Schneller Zugriff auf Maximalwerte inhalativer Langzeitesposition durch DNEL-Datenbank
Die neue GESTIS-DNEL-Datenbank der IFA ermöglicht durch ihre Systematik einen schnellen Zugang zu den Werten. Aktuell sind 1.000 Stoffe in der Datenbank. Die Daten werden ständig erweitert.
Werte werden in der DNEL-Datenbank, wenn möglich, genauer belegt
Bei Aceton beispielsweise liegt der Wert der inhalativen Langzeitexposition bei maximal 1210 mg/m³. Ergänzend ist angegeben, dass dieser DNEL-Wert dem deutschen Arbeitsplatzgrenzwert (AGW), dem MAK-Wert der DFG sowie dem EU-Arbeitsplatzgrenzwert entspricht.
Schaut man dagegen unter E222, Natriumhydrogensulfit - Lösung, nach, ist nur der DNEL-Wert, 246 mg/m³, angegeben. Weitere Angaben gibt es in diesem Falle nicht.
Was sind dann PNEC-Werte
Entsprechende Grenzwerte im Umweltbereich werden als PNEC (Predicted No-Effect Concentration - Abgeschätzte Nicht-Effekt-Konzentration) bezeichnet. Diese Konzentration darf nicht überschritten werden, wenn Umweltschäden vermieden werden sollen.
-
Verstoß gegen das Arbeitsschutzgesetz melden: Pflichten & Rechte
710
-
Bildschirmbrille: Wer trägt die Kosten?
602
-
Fürsorgepflichten des Arbeitgebers - eine Übersicht
442
-
Gilt die ärztliche Schweigepflicht auch für Betriebsärzte?
297
-
Keine Arbeitszeiterfassung bei Vertrauensarbeitszeit
281
-
Ist die Teilnahme an der arbeitmedizinischen Vorsorge eigentlich Arbeitszeit?
244
-
Gewerbeaufsicht im Haus: Rechte und Pflichten der Unternehmen
145
-
Chronisch krank und berufstätig
142
-
Arbeitsunfall im Homeoffice - was ist zu beachten?
125
-
Warum ist eine Pflichtenübertragung im Arbeitsschutz sinnvoll?
119
-
Arbeitsunfall auf dem Weg zur Baustelle: Anspruch auf Sonderzahlung?
06.03.2026
-
EU-Maschinenverordnung 2023/1230: Cybersicherheit trifft Arbeitssicherheit
05.03.2026
-
Auszubildender stürzt wegen unzureichender Absicherung und stirbt
27.02.2026
-
Digitalisierung und Prävention für eine sichere und gesunde Arbeitswelt
11.02.2026
-
Private Eifersucht in arbeitsbezogenem Kontext – Unfallversicherungsschutz?
06.02.2026
-
Forderung nach verbessertem Mutterschutz und lückenloser Arbeitszeiterfassung
04.02.2026
-
Neue ADR-Vorschrift für Lithium- und Natrium-Ionen-Batterien
27.01.2026
-
Anerkennung von PTBS als „Wie-Berufskrankheit“ durch LSG BW
23.01.2026
-
TÜV SÜD weist auf dringende Verlängerung hin
15.01.2026
-
Kein Arbeitsunfall: Sturz über Hundeleine auf dem Firmenparkdeck
02.01.2026